zurück 
19.11.2010

Polen nach dem globalen Abschwung: ein fiskalpolitischer Balanceakt

Polen wird angesichts seiner positiven Wachstumszahlen in den Medien als Wirtschaftswunderland gefeiert. Allerdings führt dies zu hohen Erwartungen und nachlässiger Budgetkonsolidierung.

Der polnische Premierminister Donald Tusk spricht im Mai 2010 an der Warschauer Börse. Foto: AP

Auch dieses Jahr wird Polen zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Europas gehören, die Banken sind stabil und der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist besser als fast überall in West- und Ostmitteleuropa. In den westeuropäischen Medien wird Polen daher (noch) als »Wirtschaftswunderland« gefeiert. Die bislang günstige Entwicklung verleitet indes zu wirtschaftspolitischer Trägheit, vor allem bei der Budgetkonsolidierung. Die aktuelle fiskalpolitische Gratwanderung ist gefährlich, da die Erwartungen an Polen angesichts des relativ guten Abschneidens in der globalen Krise hoch sind.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln