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9.11.2011

Bildungspolitik / Wahlbeobachtung

Das russische Bildungswesen ist zunehmend unter Kritik geraten. Im Bereich der akademischen Ausbildung wird auch von einer "Profanierung der Hochschulbildung" gesprochen. Daher sollen künftig staatliche Mittel effizienter eingesetzt werden.

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin (rechts) spricht mit den Kindern während eines Besuchs einer weiterführenden Schule in Moskau (© AP)


Trotz deutlicher Zuwachsraten in der staatlichen Alimentierung der russischen Hochschulen hat die Qualität der akademischen Ausbildung in vielen Fachrichtungen spürbar nachgelassen. Experten sprechen von einer »Profanierung der Hochschulbildung«, da immer mehr Bewerber zum Studium zugelassen werden, die nicht über die notwendigen intellektuellen Voraussetzungen, aber über ausreichend Geld zur Finanzierung einer Hochschulausbildung verfügen. Um dieser fatalen Entwicklung Einhalt zu gebieten, sollen staatliche Mittel künftig effizienter eingesetzt werden, indem diese vorrangig an international wettbewerbsfähige »Hochschulgiganten« (v. a. Forschungsuniversitäten) vergeben werden, die in den von der Politik als prioritär für die nationale Wirtschaft eingestuften Fachrichtungen ausbilden und forschen.

Alle Tabellen und Grafiken zu den Russland-Analysen 228 finden Sie in der PDF-Icon PDF-Version (1.099 KB).
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