zurück 
16.2.2016

Glossar

Von Advocacy bis Warlords: Das Glossar erläutert wichtige Schlagwörter zum Thema.

zum Inhaltsverzeichnis Pfeil rechts

hybrider Frieden

Als "hybrider Frieden" werden Friedensprozesse in nicht-westlichen Post-Konfliktgesellschaften bezeichnet, in denen liberale (westliche) und nicht-liberale (z.B. traditionelle lokale) Konzepte, Institutionen und Normen nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen. Traditionelle Institutionen, religiöse und stammesbezogene Werte sowie Klanstrukturen können in Friedensprozessen in vielfältiger Weise unterstützend und stabilisierend wirken. In Abhängigkeit von den konkreten Bedingungen sind ganz unterschiedliche Varianten und Kombinationen möglich.

Bisher wurden Friedensprozesse (Peacebuilding) weitgehend auf der Grundlage liberaler Modelle und Strategien, wie staatliche Souveränität, Demokratie, Marktwirtschaft, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz ("liberal peacebuilding"), konzipiert und implementiert.



Fußnoten

1.
Galtung, Johan/Ruge, Mari Holmboe (1965): The Structure of Foreign News. The Presentation of the Congo, Cuba and Cyprus Crisis in Four Norwegian Newspapers, in: Journal of Peace Research, No. 2, S. 64–91.
Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln