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17.4.2018

Was muss passieren, damit Automatisierung und Robotik den Menschen (komplett) verdrängen?

Dr. Martin Brüchert beim Zukunftslabor digital der bpb 2018 (© 2018 Bundeszentrale für politische Bildung)

Digitale Güter verändern die klassische Grenzkostenrelation elementar: Mit digitalen Gütern gehen die Nachfrage und der Gewinn gegen unendlich.
Brüchert fragt: Was muss passieren, damit Automatisierung und Robotik den Menschen (komplett) verdrängen? spricht von artificial narrow intelligence ANI oder Künstlicher kopierbarer Intelligenz. Die Einstiegsinvestition ist mit KI höher als bei der klassischen Produktion „knapper“ Güter. Dabei übersteigen jedoch die Grenzkosten nach dem wirtschaftlichen Optimum die Nachfragekurve. Anders funktioniert der Mechanismus digitaler Güter. Die Übertragbarkeit – kopierbare KI – bringt einen entscheidenden Kostenvorteil: Die Nachfrage bleibt stets über den Produktionskosten. Die Differenz kann als – potenziell unendlicher – Gewinn realisiert werden.
Problematisch sind dabei: Technologieakzeptanz ist eine schwer zu überwindende Hürde (Davis); Automatisierung und Robotik sind aufwendig, kaum flexibel und stoßen zunehmend an Grenzen; Generelle artificial general intelligence AGI bisher nicht in Sicht; (Menschliche) Innovationskraft geht verloren, menschliche Kreativität ist nicht zu ersetzen.

Sein Fazit: Die Zukunft kann nicht (nur) in Automatisierung und Robotik liegen, sondern in Cobots (collaborative robots) und im Fokus auf machine translation intelligence MIT.


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Weitere Informationen

https://www.int.fraunhofer.de/content/dam/int/de/documents/GF-Flyer/Flyer%20CTF.pdf

Dr. Martin Brüchert

Zukunftslabor 2018

Dr. Martin Brüchert

Kommunikationssysteme, Mensch-Technik-Interaktion, Gesundheit, Leiter Geschäftsstelle, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Bonn


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