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23.11.2015

Was ist (Digitale) Inklusion?

Redaktion am 23.11.2015

"Inklusion ist für mich, wenn alle an allem teilnehmen können, uneingeschränkt, ohne Barrieren." Die Werkstatt der bpb hat sich am Rande des Kongresses "inklusiv politisch bilden" unter den Teilnehmenden umgehört: Was ist (Digitale) Inklusion? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Und wer soll (Digitale) Inklusion umsetzen?

„Inklusion ist für mich, wenn alle an allem teilnehmen können, uneingeschränkt, ohne Barrieren.“ Die Werkstatt der bpb hat sich am Rande des Kongresses „inklusiv politisch bilden“ unter den Teilnehmenden umgehört: Was ist (digitale) Inklusion? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Und wer soll (digitale) Inklusion umsetzen?

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Hintergrundinformation zur Umfrage:

Die Umfrage wurde im September 2015 am Rande des Kongresses "inklusiv politisch bilden" der bpb aufgezeichnet. Eine umfangreiche Dokumentation der Veranstaltung – auch in Leichter Sprache – finden Sie hier.
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2 Kommentare anderer Nutzer

signMedia - Gabriel Nistor | 21.03.2016 um 16:03
Gebärdsprachvideos ist unverzichtbarer Teil von Internet

Erst jetzt bekomme ich die Nachricht auf dem Schirm und würde meine Sicht als Menschen mit Hörbehinderung zusätzlich beitragen.

Wie erwähnt ist GebärdensprachVideos im Internet ein unverzichtbares Bestandteil des gesamtes Internet.
Zwar werden Untertitel angeboten, die ein Teil der Kommunikationsbarriere ebnet. nicht mal 3% werden es angeboten, wenn man TV und Internet zusammenrechnet

Vielen sind es nicht bewusst, dass die Hörbehinderten weiterhin ständig, trotz Untertitel, auf Kommunikationsbarriere stößt. sogar in realen Gesellschaft.

Wir von signMedia, sind es bewusst, dass viele sicherlich verdutzt sein werden, da Untertitel doch für alle Hörbehinderten vorgesehen sind.

Gerne möchte ich Defiziten aufweisen:
Laut österreichische Sprachwissenschaftlerin, Verena Krausneker, Buch: "TAUBSTUMM BIS GEBÄRDESPRACHIG" S.34ff, 2006,
hat Kraußmann, der die Schriftsprache Kompentenz erwachsener gehörlosen Menschen untersucht hat, hat festgestellt, dass 40% der gehörlosen ein Leseniveau von Zweit- und Drittklässler haben und mehr als 50% als "Nichtleser" einzustufen sind.
Nur 0,5% sind auf allen Sprachebenen kompetent.

Dazu kommt, dass der Untertitel hier: Schriftsprache, nahezu dem Lautsprache orientiert sind Sätze, Aufbau, Grammatik.
Für "Hörenden" werden die Schriftsprache als 2. Fremdsprache eingestuft.

Als Muttersprache für Hörenden ist natürlich die Lautsprache, an dem sie, auf natürlichen Weg, bereits im Babyalter erwirbt.
Daher wäre die Schriftsprache als Zweitsprache einfacher, da es nahezu parallel aufgebaut sind.

Die Erstsprache eines Gehörlosen ist die Gebärdensprache, also als Erstsprache, die eigenständige visueller Satzbau, Mimik, Räumlichkeiten, Grammatik, Modalität usw. haben.
Daher kann man die Schriftsprache nicht mal ansatzweise mit dem Muttersprache Gebärdensprache vergleichen.
Feststellungen nach Verena Krausender

Die Großteil der Gehörlosen werden somit als funktionaler Analphabeten zugeordnet.
Das hat auch wiederum mehren Ursachen.
Die bisherige Schulbildung-System waren und sind derzeit noch überwiegend lautsprach-orienitert.

Gebärdensprache waren lange verboten, in der Schule verpönt .... die o.g. Angeben sind nur die "Spitze eines Eisberges" ... wird bei Interesse gerne erzählt ... Infos sind bereits im Internet zu finden, googeln

Die Deutsche Gebärdensprache ist bereits seit 2002 gesetzlich BGG anerkannt.

Doch es hapert im allen Bereichen an der Umsetzung... vor allem auch digitalen Inklusion!!

Ideal wäre es, wenn Ihr von bdb mit der Aufklärung mitunterstützen würden.

Hoffe hiermit etwas beigetragen zu haben.

signMedia
Gabriel Nistor
signMedia

PS: Hinweis zu meiner geschriebene Text: Ich hatte es nicht einfach, es niederzuschreiben und bin in einigen Punkten nicht so zufrieden. Ich bitte um Entschuldigung.
Gruss Gabriel Nistor


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bpb-iconRedaktion | 23.03.2016 um 10:34
"Re: Gebärdsprachvideos ist unverzichtbarer Teil von Internet"

Lieber Gabriel Nistor,

herzlichen Dank für Ihre wertvollen Hinweise.

Mit den Untertiteln zu unseren Videos versuchen wir, einen ersten Schritt zu gehen.

Aber es wird deutlich, dass weitere Schritte notwendig sind, um hier digitale Inklusion zu ermöglichen.

Wir werden es weiter verfolgen und freuen uns immer über Anregungen.

Mit freundlichen Grüßen
die Redaktion von werkstatt.bpb.de


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