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Unterstützte Kommunikation in der Praxis

Redaktion | Theresa Samuelis am 30.01.2017

Digitale Hilfsmittel wie Tablets oder Apps können Menschen mit Behinderung bei der Kommunikation helfen. Dieses Prinzip der Unterstützten Kommunikation nutzen auch Ulrike Lange und ihre lernbehinderte Tochter Femke. Im Interview erklären sie am Beispiel der App MetaTalkDE, wie Kommunikation mit einem Tablet funktioniert und welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten es bei der Nutzung im schulischen Kontext gibt.

Digitale Hilfsmittel wie Tablets oder Apps können Menschen mit Behinderung bei der Kommunikation helfen. Dieses Prinzip der Unterstützten Kommunikation nutzen auch Ulrike Lange und ihre lernbehinderte Tochter Femke. Im Interview erklären sie am Beispiel der App MetaTalkDE, wie Kommunikation mit einem Tablet funktioniert und welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten es bei der Nutzung im schulischen Kontext gibt.

http://www.bpb.de/werkstatt/205404 (© Bundeszentrale für politische Bildung)



Für einen schnellen Überblick:

0:36 - Welche digitalen Hilfsmittel benutzt Femke, um zu kommunizieren?
2:01 - Und so kommuniziert Femke mit ihrem Tablet…
2:30 - Wie funktioniert die App zusammen mit Schulbüchern?
3:08 - Was wäre ohne die Kommunikation über das Tablet anders?
3:45 - Wo gibt es noch Schwierigkeiten?
4:29 - Was wünschen Sie sich für Femkes Schulausbildung?


Mehr Informationen zur Unterstützten Kommunikation mit Apps

Die App MetaTalkDE ist eine symbolbasierte App zur Unterstützten Kommunikation und richtet sich an Menschen ohne oder mit eingeschränkt verständlicher Lautsprache. Je nach Ausführung enthält die App bis zu ca. 2000 Wörter und Aussagen, die beliebig personalisiert und erweitert werden können. MetaTalkDE ist eine iPad-App. Sie erfordert iOS 8.0 und kostet 199,99 €. Das Vokabular und die METACOM Symbole sind lizensiert von Annette Kitzinger, Entwickler der App ist Cidar Health Care LLC. Alternativen für Android sind beispielsweise die kostenlose und spendenbasierte App LetMeTalk oder die JABTalk.

Mehr Informationen zu Femke

Femke, zum Zeitpunkt des Videodrehs sieben Jahre alt, hatte im Mutterleib Sauerstoffunterversorgung, was eine Infantile Cerebralparese (ICP) zur Folge hatte. Die ICP äußert sich bei Femke durch bilaterale, rechtsbetonte Spastik, symptomatische Epilepsie, ausgeprägte Störungen des Sprechens (Dysarthrie) und durch eine nicht altersentsprechende kognitive Entwicklung. Nach anfänglicher Gebärden-unterstützter Kommunikation (GuK), nutzte die Familie zwischenzeitlich die Verständigung über haptische Wandkarten mit verschiedenen Motiven und ging schließlich zur digitalen Unterstützten Kommunikation mit MetaTalkDE über. Femke besucht eine inklusive Grundschule in Bremen. In ihrer Klasse gibt es 28 Schülerinnen und Schüler, davon fünf Inklusionskinder. Sie wird in der Schule von einer persönlichen Assistentin begleitet.



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