Die Veranstaltungsreihe "Eltern-LAN" im Test


"Eltern-LAN" im Test (superanton / Pixabay / bearbeitet / Lizenz CC0)


Die Veranstaltungsreihe "Eltern-LAN" der Bundeszentrale für politische Bildung, die zusammen mit dem Projekt spielbar.de, dem Spieleratgeber-NRW des Vereins ComputerProjekt Köln e. V., der Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung e. V. sowie mit Unterstützung des Verbands BITKOM durchgeführt wird, ermöglicht Eltern und Lehrenden in verschiedenen Städten Deutschlands einen Einblick in die digitale Spielwelt jüngerer Generationen.

In einer Kombination aus einer theoretischen Einführung in die Medienpädagogik, einer praktischen Spielphase, in der Eltern und Jugendliche gemeinsam die Computerspiele testen, und einer abschließenden Diskussion über Risiken und Chancen von Games wird die jugendliche Medienwelt gemeinsam erkundet. Dabei sollen Vorurteile und Dialogbarrieren abgebaut werden.

Die Werkstatt befragte insgesamt 23 Teilnehmende dreier verschiedener Eltern-LANs zu ihren Erfahrungen mit der Veranstaltung. Dabei machte die Gruppe der Eltern mit 80 Prozent den mit Abstand größten Anteil der Befragten aus, die weiteren Teilnehmenden setzten sich aus Lehrenden sowie Pädagoginnen und Pädagogen in der außerschulischen Jugendbildung zusammen.

Was die Auswahl der Spiele, den medienpädagogischen Input und die Diskussion zum Thema betrifft, fanden die Teilnehmenden die besuchte Veranstaltung gleichermaßen relevant bis sehr relevant. Manche wünschten sich darüber hinaus mehr technischen Input oder eine noch größere Vielfalt der bereitgestellten Computerspiele.

In Bezug auf den Lernerfolg lässt sich feststellen, dass sich nach der Veranstaltung alle Teilnehmenden nun besser in der Lage fühlen, mit Jugendlichen über ihren Spielkonsum und gewalthaltige Spiele zu sprechen und die Faszination für Computerspiele besser nachvollziehen können. Die Eltern und Lehrenden äußerten anschließend "mehr Verständnis für Jugendliche" und gaben an, es sei ihr "Interesse geweckt, Spiele auszuprobieren".



Da beinahe drei Viertel der Beteiligten in der Elternrolle kamen, soll das Erlernte hauptsächlich im Familienalltag Anwendung finden, zum Beispiel "bei der Kostenentscheidung von Spielen" oder um sich "Spiele von den Kindern erklären (zu) lassen, um es besser zu verstehen". Auch der Umgang mit Zeitpunkt und Dauer des Computerspielens ist ein Thema, etwa die "Forderung zur Einhaltung von unseren Regeln zum Spielen (vereinbarte Medienzeit)", "Ende der Spielzeit rechtzeitig ankündigen" oder "mehr Geduld (bei) Essenszeiten".



Nach dem Urteil der Teilnehmenden bietet die Veranstaltung eine "sehr facettenreiche, aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtete Darstellung durch die Referenten" und eine anschauliche Vermittlung der Inhalte.

Das abschließende Gesamturteil fällt sehr positiv aus. Eine Rückmeldung war, dass "die Veranstaltung sehr wertvoll ist und man in vier Stunden einen sehr umfassenden ‚Input‘ (auf verschiedenen Ebenen) bekommt (…)". Vor allem auch die Referierenden wurden gelobt: Top Referenten! (…) Gute Mischung aus wissenschaftlichem Input (Studien, Statistiken), Darlegung der "Faszination Medien", Umgang mit diesen Medien etc. (…)." Vereinzelte Rückmeldungen beziehen sich auf die Optimierung der zeitlichen und thematischen Gewichtung der Veranstaltung: Ein/e Teilnehmende/r hätte gern "mehr Zeit zum Spielen (gehabt) (…), eventuell weniger Theorie", ein/e andere/r wünschte sich "evtl. mehr Zeit für Anregungen oder Fragen oder Informationen zu speziellen Themen".

Insgesamt würden die Teilnehmenden die Veranstaltungsreihe ausnahmslos weiterempfehlen: "Weiter so!"

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