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13.9.2017

Sollten Digitalwirtschaft und Schulen stärker zusammenarbeiten?

Redaktion | Birgit Frost am 25.09.2017

Welche Chancen und Risiken birgt wirtschaftliches Engagement für den Bildungsbereich? Und wie kann eine positive Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen aussehen? Fünf Experten im Interview.

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Für einen schnellen Überblick:

0:06 Wie stehen Sie zu wirtschaftlichem Engagement im öffentlichen Bildungsbereich?
2:26 Welche Chancen kann die Digitalwirtschaft den Schulen bieten?
3:55 Welche kritischen Aspekte sehen Sie zum Engagement von Unternehmen in der Schule?
5:38 Was brauchen wir für eine positive Zusammenarbeit von Digitalwirtschaft und Schulen?

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Hintergrundinformationen zu den Interviews

Die Interviews wurden im Rahmen des Bildungssalons Spezial der werkstatt.bpb.de "Unternehmen machen Schule?" geführt. Die Interviewpartnerinnen und -partner waren als Expertinnen und Experten eingeladen, um gemeinsam mit den Teilnehmenden im Fishbowl-Format zu diskutieren. Kernfragen waren, wo ein Zusammenspiel von Wirtschaft und Schulen sinnvoll ist, wo die Grenzen zu Lobbyismus und wirtschaftlicher Abhängigkeit liegen und wie eine positive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsbereich gestaltet werden kann.

Astrid Aupperle ist im Corporate-Affairs-Team von Microsoft Deutschland Leiterin "Gesellschaftliches Engagement". Microsoft nennt gesellschaftliches Engagement als einen festen Bestandteil der Unternehmenskultur und möchte damit einen Beitrag zu Wachstum und Entwicklung des Standorts leisten.

Günter Hoffmann ist Lehrer für Mathematik, Informatik und Sport sowie Projektleiter "Smart School" an der Gesamtschule Bellevue Saarbrücken. Die Schule wird von November 2016 an für fünf Jahre im Rahmen eines Sponsorings mehrerer Unternehmen mit Infrastruktur, pädagogischen Konzepten und Weiterbildungsangeboten für Lehrende modellhaft zu einer "digitalen Schule" entwickelt.

Ilka Hoffmann ist Vorstandsmitglied und Leiterin Organisationsbereich Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW. Die GEW beobachtet das zunehmende Engagement von Lobbygruppen auf den Bildungsbereich mit Sorge und erwartet vom Gesetzgeber, die Einflussnahme privater Interessen stärker zu regulieren.

Björn Nölte ist Oberstufenkoordinator der Voltaireschule Potsdam. Er plädiert für den Einsatz digitaler Instrumente im Unterricht. Im Kontext BYOD (Bring Your Own Device) hält er dosiertes Sponsoring auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit für vertretbar.

Juliane Petrich ist Leiterin des Bereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarkt des Bitkom e. V., der 1999 als Digitalverband Deutschlands gegründet wurde. Der Verein vertritt ca. 2.400 Unternehmen der Digitalen Wirtschaft. Ziel des Verbands ist u. a. die Modernisierung des Bildungssystems. Das Projekt "Smart School" an der GeS Bellevue/Saarbrücken wird u. a. mit Unternehmen des Bitkom e. V. umgesetzt und weiterentwickelt.

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2 Kommentare anderer Nutzer

Silke Masuch | 11.10.2017 um 16:43
Digitalwirtschaft an Schulen

Warum werden nicht Hirnforscher wie Manfred Spitzer und mehr Lehrer in die Diskussion eingebunden, Menschen, die von Menschen und Insbesondere Kindern und Lernen etwas verstehen? Kinder lernen weniger digital für ihr Leben sondern mit Hilfe von charismatischen Lehrern und Menschen, die ihnen voller Begeisterung und Liebe für Ihr Fach den Stoff und den Forschergeist vermitteln. Die Digitalwirtschaft hat nicht nur die Arbeiter von Morgen vor Augen sondern auch die Kundschaft von heute. Das Digitale lernen unsere Kinder früh genug. Eine umfassende Bildung in der Schule mit mehr begeisterungsfähigen jungen Lehrern weniger Unterrichtsausfall, mehr Übungszeit bringt mehr, als sich dem Diktat der Wirtschaft beugend, gleichgeschaltete im Geiste eingeengte kurzsichtige Computerspezialisten zu produzieren.


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bpb-iconRedaktion | 27.10.2017 um 06:44
"Re: Digitalwirtschaft an Schulen"

Liebe Frau Masuch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die kritische Perspektive, die Sie nennen, dass nämlich die Unternehmen mit ihrem Engagement im Bildungsbereich vor allem die Konsumentinnen und Konsumenten von Morgen im Blick haben, ist eine gängige, die auch in unserer Diskussionsrunde im Mai 2017 aufgegriffen wurde, auf dessen Basis der Interview-Zusammenschnitt entstand. Eine Zusammenfassung der Diskussion können Sie hier nachlesen: www.bpb.de/255075.

Den zweiten Aspekt, die Frage nach dem Lernen mit oder ohne digitalen Mitteln bzw. den Lehrenden und Lernenden der Zukunft, behandeln wir in unserem Themenschwerpunkt „Lehrende der Zukunft“. Er war auch Thema in unserem gleichnamigen SpeedLab im Oktober 2017: www.bpb.de/254567, insbesondere in dem Impulsvortrag von Ingo Leipner mit anschließender Diskussion unter den Teilnehmenden.

Ihre Werkstatt-Redaktion


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