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13.12.2019

Wie emotional darf Bildung für nachhaltige Entwicklung sein?

Redaktion | Theresa Kühnert am 17.12.2019

"Es gibt keinen Planeten B" steht auf einigen Plakaten bei Fridays-for-Future-Demonstrationen. Viele junge Menschen haben Angst vor der Zukunft. Wie sollten Bildungsangebote zu Themen wie Klimaschutz mit diesen Emotionen umgehen? Wir haben mit dem Politikdidaktiker Prof. Bernd Overwien gesprochen.

Zukunftsangst könnte einer der Gründe sein, weshalb viele Jugendliche bei Fridays for Future auf die Straße gehen. | Foto: Callum Shaw unsplash.com (© 2019 Bundeszentrale für politische Bildung)

Für einen schnellen Überblick:
00:05 - 01:26 Angst als politisches Gefühl
01:27 - 02:36 Von der Katastrophenpädagogik zur Umweltbildung
02:37 - 04:41 Emotionen, BNE und Beutelsbacher Konsens, ein Widerspruch?


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Hintergrundinformationen zum Beitrag

Prof. Bernd Overwien (Quelle: privat)

Der Beitrag entstand im Rahmen der 10. KMK/BMZ Fachtagung zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung in Leipzig.

Bernd Overwien war bis Herbst 2019 Professor für Didaktik der politischen Bildung an der Universität Kassel. Er ist außerdem Mitherausgeber des Buches "Politische Bildung mit Gefühl". Bei der Fachtagung in Leipzig gab er einen Input im Workshop "Braucht Nachhaltigkeit Emotionen?".
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2 Kommentare anderer Nutzer

roland | 15.01.2020 um 17:16
das fühlen der angst

"mein gott", wann endlich werden gefühle dem denken endlich mal gleichgestellt. es geht überhaupt nicht ums "auffangen" oder "verstehen" von angst.
sondern um das FÜHLEN dessen was da ist. wir menschen haben "Genug gedacht". deshalb stehen wir da, wo wo wir stehen. wann endlich widmen wir uns dem, was uns auch ausmacht, eben dem Fühlen, z.B. von ANGST, oder Wut oder Trauer, ohne gleich mit dem Denken was daraus machen oder begründen oder entwickeln zu wollen...
Einfach nur fühlen, ohne "hintergedanke".
und dann kann ich meinem gegenüber begegnen, als spürendes, fühlendes wesen.


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bpb-iconWerkstatt Redaktion | 16.01.2020 um 10:50
"Re: das fühlen der angst"

Lieber Herr Schrödl,

vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse am Angebot von werkstatt.bpb.de.

An Ihrem Einwand ist sicherlich etwas dran: Es geht natürlich auch nicht darum, sich in politischer Bildung und Debatte grundsätzlich von den eigenen Emotionen loszusagen. Vielmehr ist es wichtig, mit Gefühlen produktiv umgehen zu können und zu verstehen, welchen Einfluss sie auf die eigene Meinungsbildung haben können – in Positiven wie im Negativen. Eine politische Diskussionskultur, die zu stark emotionsgetrieben ist, macht es nicht mehr möglich, sachlich zu diskutieren und kann mitunter zu einer Verrohung des Diskurses und radikalen Positionen führen, die nicht mit den Grundsätzen demokratischer Debattenkultur vereinbar sind.

Viele Grüße

Die Werkstatt-Redaktion


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