Was geht?



Umweltschutz

Was haben Döner, Nacktradler und Jeans mit Umweltschäden zu tun? Stelle Dein Wissen auf die Probe und finde heraus, ob Du schon ein Umwelt-Aktivist bist oder noch zu den Öko-Muffeln gehörst.

Gut zu wissen!

Umweltschutz umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Boden, Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere geschützt werden und die natürliche Umwelt der Menschen erhalten bleibt. Der deutsche Staat hat sich den Umweltschutz offiziell zur
Aufgabe gemacht und dies 1994 ins Grundgesetz aufgenommen.Umweltzonen werden die Bereiche in Städten genannt, in die nicht jedes Fahrzeug rein darf. Denn es gibt Grenzwerte für Feinstaub durch Abgase. In die Umweltzonen dürfen nur Fahrzeuge, deren Abgase eine bestimmte Schadstoffmenge nicht übersteigen. Je nach Abgasmenge des Fahrzeugs wird eine grüne, gelbe oder rote Prüfplakette ausgestellt, mit der unterschiedliche Umweltzonen befahren werden dürfen. Die Plakette muss sichtbar am Fahrzeug angebracht sein.
Die Umweltplaketten sollen dazu beitragen, dass sich die Luftqualität in Großstädten verbessert, um die Gesundheit
der Bevölkerung zu schützen. Denn besonders in den Zentren von Großstädten trägt der Verkehr dazu bei,
dass Feinstaub die Luft verschmutzt. Bis Mai 2014 wurden in 48 deutschen Städten Umweltzonen eingeführt.Als regenerative Energien werden Quellen bezeichnet, die sich bei der Energiegewinnung nicht erschöpfen: Dazu zählen Erdwärme, Sonnenlicht, Wind und Wasser. Auch Pflanzen gehören dazu, weil sie immer wieder angebaut werden können.
Aus regenerativen, also erneuerbaren Energien können Strom, Wärme und auch Treibstoff erzeugt werden. Die Umwelt wird dabei weitaus weniger belastet als durch die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas, bei der Kohlendioxid entsteht.Handy-Recycling: In Deutschland gibt es rund 105 Millionen alte Handys; alle zusammen enthalten etwa 2,5 Tonnen Gold, 25 Tonnen Silber und fast eine Tonne Palladium: Diese wertvollen Metalle können wiederverwendet werden. Das Recycling von Handys hilft der Umwelt, weil es Rohstoffe einspart. Seit 2003 sind rund 1,6 Millionen gebrauchte Handys verwertet worden.Papier wird aus Zellstoff hergestellt, der aus Holz gewonnen wurde. Damit Papier weiß aussieht, wird der braune Zellstoff zuvor
gebleicht. Für die Papierherstellung aus Primärfasern müssen Bäume gefällt werden. Papier lässt sich aber recyceln – also als Rohstoff für neues Papier verwenden. Die Papierproduktion aus Frischfasern ist aufwändiger und verbraucht wesentlich mehr Energie und Wasser. Damit Primärfasern nicht nach einmaligem Nutzen aus dem Kreislauf genommen werden, fordern Umweltverbände, dass der Papierverbrauch insgesamt verringert und der Anteil an Recyclingpapier erhöht wird. Gefordert wird zudem, dass Haushalts- und Taschentücher sowie Toilettenpapier nur noch aus Altpapier hergestellt
werden.Im März 2011 ereignete sich in der japanischen Stadt Fukushima ein schlimmer Unfall in einem Atomkraftwerk. Ursache waren ein Erdbeben und ein sich anschließender Tsunami. Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag beschlossen nach dieser Katastrophe den so genannten Atomausstieg: Spätestens am 31. Dezember 2022 müssen in Deutschland alle
Kernkraftwerke abgeschaltet sein. Die sieben ältesten Anlagen wurden schon 2011 stillgelegt, die übrigen zehn werden nach und nach abgeschaltet.Als fossile Energiequellen werden Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl bezeichnet. Diese Materialien sind
vor Urzeiten bei der Zersetzung von Pflanzen und Tieren entstanden und lagern ganz tief in der Erde. Sie werden auf unterschiedliche Weise abgebaut und zur Stromgewinnung und als Treibstoff genutzt. Da die fossilen Energiequellen nicht
unendlich sind, entstehen in Deutschland und auch in anderen Ländern immer mehr Anlagen wie etwa Windparks und Solarkraftwerke, die als regenerative Energiequellen zur Stromgewinnung beitragen.CO2 ist ein farb- und geruchloses Gas. Wir sehen und riechen es nicht, aber wir atmen es, weil es Bestandteil der Luft ist. Schädlich und gefährlich wird CO2, Kohlenstoffdioxid oder auch Treibhausgas genannt, wenn es in hoher Konzentration auftaucht. CO2 entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Das so genannte Treibhausgas
erwärmt die Erdatmosphäre und trägt so zum Klimawandel bei.Ökologischer FußabdruckErneuerbare Energien: Anteil an StromerzeugungBrutto-Stromerzeugung nach Energieträgern 2013. Brutto-Stromerzeugung 2013 in Deutschland: 629 Mrd. Kilowattstunden*Papierverbrauch: Jeder Einwohner in Deutschland verbrauchte 2012 durchschnittlich 250 Kilogramm an Papierprodukten - insgesamt rund 20 Millionen Tonnen. Drei Viertel dieser Menge (15 Millionen Tonnen) landete nicht im Müll, sondern wurde gesammelt, damit daraus neue Papierprodukte entstehen können. Es werden nämlich immer mehr Produkte aus recyceltem Papier verwendet - mit Ausnahme von Hygienepapieren. Hier sinkt der Anteil von recyceltem Papier.Müllproduktion: Lebensmittel: Pro Jahr werden rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel von Industrie, Handel, Großverbrauchern und Privathaushalten weggeworfen. Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm Lebensmittel weg. 65 Prozent dieser Lebensmittelabfälle wären völlig oder teilweise vermeidbar. Der Wert der vermeidbaren Lebensmittelabfälle beträgt jährlich pro Kopf etwa 235 Euro.Fleischproduktion und -konsum: In Deutschland essen 85 Prozent der Bevölkerung fast täglich Fleisch oder Wurst. Im Laufe
seines Lebens isst eine Person in Deutschland durchschnittlich: 4 Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 46 Schweine, 46 Puten, 945 Hühner. Für ein Kilogramm Rindfleisch braucht es: 15.500 Liter Wasser, 6,5 Kilo Getreide und 36 Kilo Futter.

Testimonials zu Umweltschutz!

Matthias Schweighöfer: "Ich achte schon darauf, nicht ganz so viel Strom zu verbrauchen, auch kürzer zu duschen. Mal den Müll zu trennen hilft auch.“Die 18-Jährige Jasmin aus Leipzig: "Wenn ich es nicht vergesse, schalte ich über Nacht die Steckdosenleiste aus, damit die
daran angeschlossenen Geräte keinen Strom verbrauchen."Der 16-Jährige Fabian aus Hanau: "Man soll ja nicht so viel Fleisch essen, um die Umwelt zu schonen. Mich daran zu
halten, fällt mir aber schwer. Weil mir Fleisch schmeckt!"

Schau mal!

Etwa 75 Prozent des Mülls in den Ozeanen besteht aus Kunststoffen. Wie sie dahin kommen, was für Folgen das für die Lebewesen in den Meeren und für unsere Gesundheit hat? Antworten auf diese und andere Fragen erfährst
Du hier:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=39640
http://youtu.be/o9dHmcspGvsWie kommen Hormone ins Trinkwasser, das in Plastikflaschen abgefüllt wurde? Neugierig auf die Antwort geworden? Dann sieh Dir mal auf YouTube eine Reportage dazu an. Abrufen kannst Du den TV-Beitrag mit den Stichworten "Hormone in Wasser Plastik Flaschen PET". http://youtu.be/jP-W0mPjzYgWas hat Strom mit Politik zu tun? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommst Du in nur vier Minuten, wenn Du auf YouTube das Stichwort "Energiewende Explainity" eingibst: http://youtu.be/rhz5uLuN5zUBlauer Engel? Ecolabel? Willst Du erfahren, was es mit diesen und anderen Siegeln auf sich hat, dann schau mal hier nach: www.checked4you.de/label_und_siegel_auf_produktenWas ist der ökologische Fußabdruck? Noch nie was davon gehört? Keine Ahnung, was das ist? Kein Problem! Wenn Du Dir drei Minuten Zeit nimmst, erfährst Du es – und zwar auf YouTube: http://youtu.be/3y4Y04lCXAo. Du findest das Video mit dem Stichwort "Ökologischer Fußabdruck Plietsch". Du kannst mit einem Test herausfinden, wie groß Dein ökologischer Fußabdruck ist: www.footprint-deutschland.deMit kleinen Schritten Großes bewirken: Zum Umweltschutz beitragen kannst auch Du – etwa, in dem Du Batterien und Akkus richtig entsorgst. Sie enthalten nämlich Schadstoffe und dürfen nicht in den normalen Müll. Das ist übrigens seit 1998 gesetzlich so vorgeschrieben. Batterien und Akkus können überall dort abgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Die Geschäfte sind zur Rücknahme verpflichtet. Sammelstellen gibt es auch für Energiesparlampen, denn auch sie gehören nicht in den normalen Hausmüll. Infos über Annahmestellen in Deiner Nähe erfährst Du hier: www.lightcycle.deHast Du Lust, Erfahrungen als Umweltschützer zu machen und Berufe in ökologischen Arbeitsfeldern
kennenzulernen? Dann könnte das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) was für Dich sein. Bewerben kann sich, wer älter als 16 Jahre ist. Wenn Du interessiert bist, dann geh auf http://www.foej.de/ und
stöbere auf den dort verlinkten Seiten.
Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln