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31.7.2007

M 04.21 Energieverbrauchsklassen von Haushaltsgeräten

Was bei Haushaltsgeräten für Energieeinsparung und bessere Energieausnutzung getan werden kann, zeigen diese Tipps aus dem Umweltbundesamt.

Deutschland verursacht 4 % des gesamten energiebedingten Kohlendioxid-Ausstoßes der Welt - das ist mehr als der gesamte Kontinent Afrika frei setzt! Gut ein Viertel unseres (End-) Energieverbrauches geht auf die Privathaushalte zurück. Ein erheblicher Teil davon ließe sich ohne Verzicht auf Komfort einsparen. Denn noch immer werden große Mengen wertvoller Energie verschwendet. Das kostet nicht nur viel Geld, sondern schadet auch der Umwelt.

Energieeinsparung und bessere Energieausnutzung sind der Schlüssel für eine umweltfreundlichere Zukunft!

[...] Fast alle Geräte im Haushalt werden heute mit Strom betrieben. Vor allem ältere Geräte (Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner und andere) verbrauchen meist unverhältnismäßig viel Strom. Daraus lässt sich allerdings nicht schließen, dass neue Geräte grundsätzlich sparsam mit Energie umgehen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind zum Teil recht groß. Erkundigen Sie sich deshalb stets vor der Anschaffung neuer Geräte über deren Stromverbrauch. Bestimmte Haushaltsgeräte müssen mit Angaben über den Verbrauch an Energie und anderen wichtigen Ressourcen gekennzeichnet werden. [...] Kennzeichnungspflicht gibt es derzeit (Anfang 2004) für Haushaltsgroßgeräte (wie Kühlgeräte, Gefriergeräte und deren Kombinationen, Waschmaschinen, Wäschetrockner und deren Kombinationen (d.h. Wäschetrockner) sowie Elektroherde, Lampen für den Hausgebrauch und Klimageräte. Die Kennzeichnung umfasst im Wesentlichen eine Nennung des Energieverbrauches (zum Beispiel Kilowattstunden je Kilogramm Wäsche im Standardwaschprogramm bei Waschmaschinen) sowie eine Zuordnung des jeweiligen Gerätes in eine von sieben Energieverbrauchsklassen. Die Energieverbrauchsklasse "A" kennzeichnet sehr gute, die Klasse "G" = sehr schlechte Geräte. Die Einteilung dieser Klassen beruht auf dem Stand von vor etwa 10 Jahren, so dass die Kennzeichnung den Verbrauchern heute nur noch eine grobe Orientierung geben kann. Nur für Kühl- und Gefriergeräte wird sie derzeit angepasst.

Bei der Kennzeichnung sollten Sie beachten:

Die Einteilung der Energieverbrauchsklassen wurde bereits vor vielen Jahren vorgenommen. Inzwischen hat die Technik sich weiter entwickelt. Dadurch ist die Zahl der Geräte, die den verbrauchsärmeren Klassen zuzuordnen sind, gestiegen. Trotz unterschiedlichem Energieverbrauch befinden sich heute viele Geräte in der oberen Klasse, obwohl in ihrem Energieverbrauch spürbare Unterschiede erkennbar sind. Hier liegt es also an Ihnen, das für Sie beste Gerät auszuwählen. Lediglich bei den Kühl- und Gefriergeräten wurde eine Anpassung vorgenommen. So wird die Klasse A nochmals unterteilt und es wird zwischen A, A+ und A++ unterschieden.

Scheinbar kleine Verbrauchsunterschiede können sich vor allem angesichts der meist langen Lebensdauer der Geräte (im Allgemeinen um die 15 Jahre) über die Betriebskosten deutlich bemerkbar machen. In der Anschaffung günstige Geräte können so später zu einer spürbaren Belastung für die Haushaltskasse werden [...]. Manchmal kann man Energie und Geld sparen, wenn man sich für einen anderen Gerätetyp (z.B. Gefrierschrank statt Gefriertruhe) entscheidet. Bei der Auswahl zwischen unterschiedlichen Gerätetypen hilft die Kennzeichnung nur bedingt.

Aus: Umweltbundesamt (Hrsg.): Energiesparen im Haushalt, Bonn 2006, S. 3-6. http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/188.pdf (23.05.2007).
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