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31.7.2007

M 04.22 Stromsparen bei Haushaltsgeräten

Stromspartipps für Wäschetrockner, Kühl- und Gefriergeräte, Herde und Waschmaschinen.

Wäschetrockner
verbrauchen besonders viel Strom. In jedem Fall billiger und umweltfreundlicher ist das Trocknen der Wäsche im Freien oder auf dem Trockenboden. Auch im Winter kann die Wäsche mit wenig Energie getrocknet werden, wenn man sie auf dem Trockenboden, im Keller oder einem anderen geeigneten Raum auf den Wäscheständer hängt und einen 25-Watt-Ventilator (Anschaffungskosten etwa 10 Euro) so aufstellt, dass die Luft zwischen den Wäschestücken hindurch streicht und diese bewegt. Dabei gibt die Wäsche, wie beim Trocknen im Freien, Wasser an die vorbeiströmende Luft ab. Gut geschleuderte Wäsche ist mit diesem Trick, je nach Stoffdicke, innerhalb eines Tages oder schon nach wenigen Stunden trocken. Angenehmer Nebeneffekt: Durch die ständige Bewegung wird die Wäsche weich und glatt wie in einem Wäschetrockner.

Kühl- und Gefriergeräte
verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes in Ihrem Haushalt. Der Energieverbrauch hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme in das Innere des Gerätes gelangt und dann unter Energieaufwand wieder nach außen gebracht werden muss, damit im Innern die gewünschte Temperatur erreicht oder gehalten wird. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen beim Energiesparen: Beim Kochen
sollten Sie auf Folgendes achten: Gasherde kochen wesentlich umweltfreundlicher als Elektroherde, da bei Elektroherden nur etwa 34 % der im Kraftwerk eingesetzten Energie in Strom umgewandelt werden. Verschließen Sie nach Möglichkeit beim Kochen die Töpfe und Pfannen mit geeigneten Deckeln. Ohne Deckel entweichen mehr Wärme und Wasser, der Kochvorgang dauert länger und Sie verbrauchen mehr Energie. Erhitzen Sie nicht mehr Wasser als nötig. Kartoffeln und Gemüse müssen nicht im Wasser schwimmen. Zum Garen genügen wenige Zentimeter Wasser. Mit Schnellkochtöpfen (Dampfdrucktöpfen) sparen Sie bis zu 50 % Energie und Zeit.

Für Elektroherde
gilt außerdem: Verwenden Sie nur Töpfe und Pfannen mit ebenen Böden. Wählen Sie eine Kochgeschirrgröße, die zu dem Kochplattendurchmesser passt. Elektroplatten kochen wirtschaftlicher, wenn die Höchstleistung nur zum anfänglichen Erhitzen eingeschaltet wird. Speisen garen dann auch auf niedrigeren Stufen weiter. Stellen Sie die Kochplatten kurz vor Beendigung des Kochvorganges aus und nutzen Sie die Restwärme. Beim Backen können Sie auf das Vorheizen meist verzichten. Nutzen Sie die Backröhre möglichst für das Garen mehrerer Gerichte. Soll ein neuer Herd angeschafft werden, so ist Gas auf jeden Fall der Vorzug gegenüber Strom zu geben. Die Verbrauchsmengen sind zwar in etwa die gleichen, aber die Energieverluste sind bei der Stromerzeugung erheblich höher. Gas ist auch preiswerter und die Restwärmeverluste sind wesentlich geringer.


Waschmaschinen
sollten Sie möglichst immer voll beladen betreiben. Zwar besitzen einige neuere Modelle eine Mengenautomatik, die den Wasser- und Stromverbrauch der Wäschemenge anpasst. Trotzdem wäscht eine voll beladene Waschmaschine immer noch am günstigsten. Für normal verschmutzte Wäsche reichen in aller Regel 60 °C. Das bringt etwa 50 % Energieeinsparung gegenüber dem Waschprogramm mit 95 °C.

Aus: Umweltbundesamt (Hrsg.): Energiesparen im Haushalt, Bonn 2006, S. 7-9. http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/188.pdf (23.05.2007).

Aus: Ökoinstitute e.V.(Hrsg.): EcoTopTen http://www.ecotopten.de/prod_waschen_faq.php (23.05.2007).
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