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23.5.2014

Baustein 6: Präsentation der Projekt-Ergebnisse

Die Veröffentlichung ihrer Arbeitsergebnisse durch einen Pressebericht, eine Ausstellung oder eine Internetdokumentation bietet den Jugendlichen die wichtige Gelegenheit zur Selbstdarstellung nach außen.

Für die Präsentation der Ergebnisse der Umfrage gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich je nach Ort, Zeit, Adressaten und anderen Bedingungen besonders anbieten. Denkbar wären z.B.: All diese Formen der Präsentation sind problemlos mit dem Programm GrafStat und seinen Zusatzmodulen vorzubereiten, ohne weitere Computerprogramme (abgesehen von einer Textverarbeitung) zu benötigen.

Wir weisen an dieser Stelle für alle Veröffentlichungen von Schulen darauf hin, dass die Copyright-Bestimmungen der FIFA bzw. der UEFA hinsichtlich der Verwendung ihrer offiziellen Bilder, Marken und Symbole sehr streng sind und jede gewerbliche Nutzung untersagt ist.

Entwurf einer Pressemitteilung

Wie erfährt die heimische Bevölkerung von dem Ergebnis unserer Befragung?

Für die Information der örtlichen Bevölkerung über die schülereigene Befragung zum Thema "Fußball und Nationalbewusstsein" ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Nach der eventuell in der Lokalpresse erfolgten Ankündigung des Projekts bietet es sich jetzt an, der interessierten Öffentlichkeit die Ergebnisse der Umfrage in einer selbstverfassten Pressemitteilung (M 06.04) zu präsentieren. Auch eine Veröffentlichung in der Schülerzeitung wird sicher viele interessierte Leserinnen und Leser finden. Dass die Schülerinnen und Schüler hierzu sehr motiviert sein werden, muss wohl nicht mehr eigens betont werden. Darüber hinaus wurden bei anderen GrafStat-Projekten sehr gute Erfahrungen mit der direkten Kontaktaufnahme zur heimischen Presse gemacht, die in der Regel großes Interesse an den insbesondere im kommunalen Bereich für Gesprächsstoff sorgenden Umfrageergebnissen zeigt.

Hier empfiehlt es sich dann durchaus, mit den Jugendlichen bzw. einer Schülergruppe nach vorheriger Terminabsprache die örtlichen Zeitungsredaktionen aufzusuchen, um den Redakteuren die wichtigsten Befragungsbefunde zu erläutern. Der daraufhin erscheinende Presseartikel besitzt im zugrunde liegenden pädagogischen Konzept der "Öffnung von Schule" eine wichtige Rückmeldefunktion für die Schülerinnen und Schüler.

Des Weiteren gibt es in bestimmten Regionen zudem die Gelegenheit, die Öffentlichkeit durch den Lokalfunk (Bürgerradio (M 06.05) oder Bürgerfernsehen) über die Projektergebnisse zu informieren, was z.B. von einer engagierten Schülergruppe vorbereitet werden könnte.

Präsentation der Ergebnisse in der Schule

Wie können wir den Schülern, Lehrern und Eltern in unserer Schule die Ergebnisse unserer Befragung präsentieren?

Angesichts des starken Gegenwartsbezugs des Unterrichtsprojekts und des daraus resultierenden öffentlichen Interesses erscheint es äußerst sinnvoll, die wichtigsten Ergebnisse der schülereigenen Erhebung in einer schulinternen Ausstellung zu dokumentieren.

Dabei sind gleichfalls einige knappe Hinweise über Inhalt und Verlauf der Unterrichtsreihe angebracht. Zu diesem Zweck haben die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, eine kurze Einführung in die Fragestellung und Zielsetzung der Unterrichtsreihe zu verfassen, einzelne Unterrichtsgegenstände und Ergebnisse zu beschreiben sowie erläuternde Kommentare zu den ausgewerteten Kreuztabellen zu formulieren und illustrierende Materialien zusammenzustellen.

Für eine anschauliche Präsentation eignen sich erfahrungsgemäß besonders gut entsprechende Stellwände. Alternativ können auch Wandzeitungen angefertigt werden, wobei jeweils auf Übersichtlichkeit und klare farbliche Ausgestaltung geachtet werden muss. Zusätzlich bietet das Zusatzmodul GrafShow die Möglichkeit, aussagekräftige Tabellen und Grafiken zu einer optisch ansprechenden Grafikshow auf dem Computer zusammen zu stellen.

Wenn noch genügend Zeit verbleibt, kann für die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Ausstellung ebenso wie für die Endredaktion der Pressemitteilung eine eigene Unterrichtsstunde angesetzt werden. Denkbar wäre auch eine fächerübergreifende Kooperation mit dem Fach Deutsch. Andernfalls wären die notwendigen Aufgaben in außerschulischer Arbeit zu erledigen. Der Aufwand dürfte sich jedoch zweifellos lohnen.

Die Veröffentlichung ihrer Arbeitsergebnisse - sei es durch einen Pressebericht oder im Rahmen einer Ausstellung - bietet den Jugendlichen die wichtige Gelegenheit zur Selbstdarstellung nach außen und die Chance eines willkommenen Feedbacks, wodurch sie erfahren können, dass sie sich im Unterricht mit Gegenständen und Fragen beschäftigen, die auch außerhalb des Klassenzimmers auf reges Interesse stoßen. Dies ist zudem Anlass für eine Reflexion dessen, was im Unterricht erreicht wurde, und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlusseinheit der gesamten Unterrichtsreihe vor.

Dokumentation der Ergebnisse auf einer Internetseite

Mit Hilfe von GrafStat können die Ergebnisse der Befragung mitsamt der Grafiken ohne eigene HTML-Kenntnisse zu einer Internet-Dokumentation verarbeitet werden (M 06.02). Diese Dokumentation kann dann auf der Schulhomepage oder in einem anderen Internetauftritt veröffentlicht und damit dokumentiert werden.

Wolfgang Sander, Sabine Kühmichel, Andrea Meschede

Zur Person

Wolfgang Sander

Prof. Dr. phil., geb. 1944; Erziehungswissenschaftler an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Anschrift: Westfälische Wilhelms-Universität, Institut für Erziehungswissenschaft, Georgskommende 33, 48143 Münster.
E-Mail: sander@uni-muenster.de


Sabine Kühmichel

Team Forschen mit GrafStat
jetzt Team "Forschendes Lernen" am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

IT-Trainerin und Referentin für Software-Schulungen
- u.a. zum Thema Evaluation mit der Befragungssoftware GrafStat im schulischen und außerschulischen Bereich
(Bildungsversion und Kommerzielle Version)


Andrea Meschede

Andrea Meschede M.A., Politikwissenschaftlerin und Expertin für neue Lerntechnologien, tätig beim LWL-Medienzentrum für Westfalen im Bereich Medienbildung, Weiterbildung und Mediendidaktik


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