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30.6.2010

Info 04.04 Der Samoa Kreis

Dieses Material gibt beschreibt den Samoa Kreis - eine Methode zur Stärkung von demokratischen Strukturen und mehr Partizipation. Die SuS lernen, wie ein ausgewähltes Thema innerhalb einer großen Gruppe gleichberechtigt ohne Leitung besprochen werden kann. Ziel ist eine demokratische Entscheidungsfindung.

Der Samoa Kreis (1) ist eine Methode, bei der die Schülerinnen und Schüler lernen, wie ein ausgewähltes Thema innerhalb einer großen Gruppe gleichberechtigt ohne Leitung besprochen werden kann. Ziel dabei ist eine demokratische Entscheidungsfindung. Der Samoa Kreis ermöglicht somit mehr Partizipation der Schülerinnen und Schüler und stärkt demokratische Strukturen innerhalb der Klasse.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen
Kategorie:

Gruppendiskussion mit offenem Ausgang.

Rahmen:

Ein Raum mit offenem Stuhlkreis und drei Stühlen in der Mitte. Die Übung wird in der Großgruppe durchgeführt.

Zeit:

60 Minuten.

Voraussetzungen:

Großer Gruppenraum mit Stühlen.


Kurzbeschreibung:

Alle Beteiligten sitzen oder stehen im "äußeren Kreis". In der Mitte des Raumes stehen 3-5 Stühle. Wer zum Thema etwas sagen möchte setzt sich zeitweise auf einen der Stühle und tritt erst dann wieder in den "äußeren Kreis" zurück, wenn er seinen Beitrag eingebracht hat. Wer etwas sagen möchte, wenn bereits alle Stühle besetzt sind stellt sich hinter einen der Stühle und nimmt Platz sobald dieser frei wird. Jeder darf so oft er will in den "inneren Kreis" zurückkehren.

Beobachter und Neutrale können sich Notizen machen oder den Prozess anhand eines Auswertungsbogens bewerten. Diese Methode ist ein offener Prozess der von den Teilnehmenden konstruktiv genutzt oder monopolisiert werden kann – dieses gilt es im Vorfeld zu erläutert. Wenn jeder, der etwas zum Thema sagen möchte, gesprochen hat ist der Samoa-Kreis beendet.

Durchführung:



Beendigung der Diskussionsrunde



Auswertung

Die Auswertung kann anhand der geführten Mitschriften (Flipchart) gemacht werden. Wenn keine Einigung erreicht werden konnte, kann der Prozess bis hin zum entscheidenden (Streit-)Punkt nachvollzogen werden. Hier bietet es sich an, die unterschiedlichen Bedürfnisse nochmals aufzuzeigen, die Gemeinsamkeiten hervorzuheben und die kreativen Vorschläge zur Situationsveränderung nochmals zu beleuchten. Falls eine Mehrheitsentscheidung von Nöten ist kann sie jetzt, mit dem Wissen, dass alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, getroffen werden.

Fußnoten:

  1. Der Samoa Kreis wurde ursprünglich von Larry Aggens (IAP2 – International Association for Public Participation – Gründungsmitglied) entwickelt. www.involve.com

Quelle:

Ulrich, Susanne und Tamir Sinai: Demokratie – Just do it!? Motivation zu demokratischem Handeln im Alltag. "Samoa Kreis" Online-Zugriff.
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