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15.1.2008

Didaktische Konzeption

Mit Hilfe dieses Unterrichtsmodells aus der Reihe "Forschen mit GrafStat" untersuchen Schülerinnen und Schüler die Erfahrungen von Mitschülern ihrer Schule mit Ausgrenzung und Integration. Die Frage nach den Arten von Ausgrenzung, denen insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund ausgesetzt sind, steht dabei im Mittelpunkt. Jugendliche befragen Jugendliche in der eigenen Schule oder im Stadtteil und stellen die Ergebnisse der (Schul-)Öffentlichkeit vor.

Einführung in das Thema

Zielgruppe Klasse 9/10, alle Schulformen
Ziele
  • Sensibilisierung für die Wahrnehmung sozialer und kultureller Unterschiede
  • Basis-Wissen über Integrationspolitik und Anti-Diskriminierung
  • Einführung in die Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung
  • Entwicklung sinnvoller Handlungsalternativen zur Integration
  • Unterrichtsfächer Politik/SoWi/Gesellschaftslehre, Religion, Deutsch
    Themenbezug Integration von Ausländern/Menschen mit Migrationshintergrund; Vorurteile – Stereotype; Identitätsfindung von Jugendlichen; Bezugsgruppen; Befragungsmethoden; Neue Medien
    Dauer 4 - 8 Wochen, je nach Baustein-Auswahl
    Aufwand gering bis hoch, je nach Baustein-Auswahl
    Materialien
  • je Baustein: Schema des Unterrichtsverlaufs und didaktische Hinweise, Sachinformationen und Unterrichtsmaterialien
  • Musterfragebogen für die Jugendbefragung an der eigenen Schule oder im Stadtteil zum Thema "Ausgrenzung und Integration""
  • Alle Materialien stehen unter www.bpb.de/grafstat zur Verfügung.
    Autor/innen Andrea Meschede, Sabine Kühmichel, Julia Behr, Wolfgang Sander

    Deutschland versteht sich in der offiziellen Politik erst mit dem Zuwanderungsgesetz vom 1. Januar 2005 als Zuwanderungsland und stellt sich mehr und mehr den damit verbundenen Herausforderungen. Trotz dieser zögerlichen offiziellen Anerkennung wurden in Deutschland absolut gesehen europaweit die meisten Immigranten aufgenommen. Fast jeder fünfte Bewohner des Landes (19%) hat heute einen Migrationshintergrund, insgesamt leben hier über 15 Millionen Menschen, die selbst oder deren Familien nach Deutschland zugewandert oder geflohen sind.

    Diese Unterrichtsreihe greift u.a. Ausgrenzungserfahrungen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund[1] auf, untersucht die Hintergründe für die gesellschaftliche Benachteiligung und stellt Handlungsmöglichkeiten für Jugendliche im Nahbereich der Schule vor. Um keine Differenz zu konstruieren bzw. die Stigmatisierung von "Ausländern" nicht zu unterstützen, werden nicht nur deutschstämmige Jugendliche den Jugendlichen mit Migrationshintergrund gegenübergestellt, sondern auch die Benachteiligung von weniger privilegierten Deutschen bzw. die Unterschiede zwischen verschiedenen Migrantengruppen untersucht.

    Bei der Formulierung des Musterfragebogens für die eigenen Befragung wie auch bei der Zusammenstellung der Unterrichtsmaterialien für dieses Projekt wurden stets beide Seiten - Deutsche und Migranten – berücksichtigt, so dass das Projekt unabhängig vom Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund grundsätzlich an jeder Schule durchgeführt werden kann. Die Unterrichtsmaterialien sind insbesondere für die Jahrgangsstufen 9/10 konzipiert, können jedoch bei geeigneter Anpassung bzw. Auswahl auch in anderen Jahrgangsstufen eingesetzt werden.

    Ausgrenzungserfahrungen von Jugendlichen
    In der jungen Bevölkerung und damit auch in Schulklassen stellen Kinder mit Migrationshintergrund je nach Wohnort bzw. Stadtteil inzwischen oft die Mehrheit. Das Miteinander von deutscher und anderen Kulturen gehört zum Alltag – jedoch nicht ohne Probleme bei der Integration der neuen Bürger. Im "Einwanderungsland wider Willen" ist die Benachteiligung insbesondere vieler Jugendlicher mit Migrationshintergrund – unabhängig von der Aufenthaltsdauer oder der Staatsbürgerschaft – gerade im Bildungsbereich ein nicht zu übersehendes Problem. Ausländische Kinder und Jugendliche sind an höheren Schulen die Ausnahme - und zwar unabhängig davon, ob sie in Deutschland geboren wurden oder zugewandert sind. Dabei gehören Bildung und Ausbildung zu den wichtigsten Faktoren für eine gelungene gesellschaftliche Integration und beruflichen Erfolg. Doch die meisten Kinder von Migranten landen an Haupt- oder Gesamtschulen und finden nach dem oft mühsam erkämpften Abschluss nur schwer einen Ausbildungsplatz.

    In den Materialien wird die Ausgrenzungsproblematik jugendgerecht über Beispiele aus den Bereichen Einlass in die Disko, Suche nach einem Ausbildungsplatz, Aufnahme in Clique oder Verein usw. bearbeitet. Dabei sollen eigene Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler nur auf deren Wunsch hin einfließen; das Thema kann auch über Zitate bzw. Erlebnisse anderer zur Sprache gebracht werden. Auch deutschstämmige Jugendliche können hier über erlebte Situationen berichten bzw. beobachtete Beispiele beisteuern.

    Als grundlegende Fragestellung wird untersucht, inwiefern die in den Grundrechten verankerte "Gleichheit" sich auch in der Chancengleichheit in den Gesellschaftsbereichen widerspiegelt. Dabei sollen soziale Unterschiede und strukturelle Benachteiligungen bewusst gemacht und verdeutlicht werden. Außerdem geht des darum, den Blick auf graduelle Unterschiede in der Integrations- und Ausgrenzungsproblematik zu lenken und Schwarz-Weiß-Malerei zu überwinden.

    Jugend befragt Jugend
    In einer Befragung der Jugendlichen an der eigenen Schule oder im Stadtteil/in der Gemeinde, die von einer oder mehreren Klassen bzw. Lerngruppen durchgeführt wird, erforschen die Schülerinnen und Schüler als "Sozialforscher", wie und wo Jugendliche "Ausgrenzung" und "Integration" wahrnehmen und erfahren, was sie über Maßnahmen zur Integration (ausländischer) Mitbürger denken und welche (Wert-)Vorstellungen sie vertreten. Dadurch ergibt sich ein doppelter Präsentations- und Gesprächsanlass: für die durchführende Klasse (durch die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Befragung) und für die gesamte Schule (durch die Teilnahme an Befragung und die Diskussion der Ergebnisse).

    Unterstützung bei der Identitätsfindung
    Mit den Themen "Zugehörigkeit" und "Identität" werden gleichzeitig zentrale Themen im Jugendalter angesprochen. Insbesondere die Jugendlichen mit Migrationshintergrund stehen vor der Aufgabe, die Wertvorstellungen der deutschen und der Herkunftsgesellschaft zu einer eigenen Identität zu verbinden. Für alle Jugendlichen spielt die Akzeptanz und Ankerkennung ihrer Person und die Teilhabe an der Gesellschaft eine große Rolle. Gerade im Austausch zwischen den verschiedenen Traditionen und Wertvorstellungen der Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kulturkreisen kann das Bewusstsein für eine eigene Identität reifen.

    Positiver Ansatzpunkt für ein Aufeinander-Zugehen ist es, nicht mit Vorwürfen oder gar Schuldzuweisungen zu arbeiten, sondern genauer kennen zu lernen, was beide Seiten voneinander wissen (nicht wissen), erwarten (nicht erwarten) und zu tun bereit (nicht bereit) sind. Missverständnisse und Interaktionsprobleme im Alltag, die vielfach kulturell und sozial bedingt sind, lassen sich so teilweise aufdecken und überwinden (was auch zur eigenen Identitätsfindung beiträgt), wenn z.B. "deutsche" Jugendliche erfahren, was z.B. Jugendliche mit türkischem (italienischem, spanischem, polnischem, russischem ...) Migrationshintergrund für "typisch deutsch" halten und umgekehrt. Durch die im Projekt integrierte Jugendbefragung kann dieser Verständigungs- und Interaktionsprozess initiiert und deutlich unterstützt werden.

    Gemeinsame Werte und "Spielregeln"
    Weitere Bausteine greifen wichtige Indikatoren für eine gelungene Integration – wie Sprachkenntnis, Basiskenntnisse über die Aufnahmegesellschaft, Kontakt zu Einheimischen bzw. Migranten – auf und bieten Materialien zum Erwerb von Basiswissen zu den Begriffen Integration, Segregation sowie Toleranz, zu den Grundwerten der deutschen Gesellschaft und zu politischen Maßnahmen zur Förderung von Integration. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen dabei Fragen wie: Auf welche gemeinsamen Grundwerte können wir uns einigen (Minimalkonsens)? Wo sehe ich Chancen, wo Gefahren bzw. Bedrohung durch kulturelle Vielfalt in der Schule/Gesellschaft? Was sind Grenzen von Toleranz bzw. Akzeptanz fremder Kulturen?

    Dabei sollen die Rechte und Möglichkeiten bewusst gemacht werden, mit denen man sich gegen Diskriminierung und Benachteiligung wehren kann. Insgesamt möchte das Projekt die Verständigung und Interaktion zwischen den Jugendlichen fördern – zum Beispiel durch gemeinsame Aktivitäten zum besseren Kennenlernen und zur Förderung von Chancengleichheit in der Gesellschaft.

    Ziele des Unterrichts-Projektes

    Sensibilisierung für die Wahrnehmung sozialer und kultureller Unterschiede
    Dabei soll deutlich werden, dass Menschen mit Migrationshintergrund im Durchschnitt häufiger von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen sind, aber auch andere Faktoren wie Armut, fehlende Bildung usw. eine Rolle spielen.


    Basis-Wissen über Integrationspolitik, Grundrechte und Anti-Diskriminierung
    Unter den Begriff Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe der deutschen Politik werden alle politischen Anstrengungen verstanden, die sich direkt oder indirekt mit der Einbindung von Minderheiten in die Gesellschaft befassen: gesetzliche Grundlagen (Zuwanderungsgesetz, Staatsangehörigkeitsgesetz, Gleichbehandlungsgesetz), Integrationsgipfel und Integrationsplan sowie einzelne Maßnahmen (wie Integrationskurse).

    Einführung in die Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung und Nutzung neuer Medien
    In dem bewährten GrafStat-Format wird das Thema im Unterricht im Zusammenhang mit einer aktivierenden Befragung thematisiert, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem Lebensumfeld durchführen. Dadurch wird die Beschäftigung mit den Erfahrungen von Ausgrenzung und Integration Jugendlicher auf die gesamte Schule ausgeweitet. Anhand der empirischen Befunde und durch die (schulinterne) Veröffentlichung der Befragungsergebnisse wird gleichzeitig ein Gesprächsanlass über die eigentliche Lerngruppe hinaus geschaffen. Gleichzeitig wird der Computer als ein wichtiges Werkzeug in den Unterricht eingebunden. Sowohl Technik-distanzierte als auch -faszinierte Jugendliche können die wichtige Erfahrung machen, dass sie in der Lage sind, den Computer als nützliches Werkzeug einzusetzen, um beispielsweise Internetrecherchen durchzuführen, Befragungsdaten einzugeben und diese kompetent auszuwerten sowie Präsentationen der Ergebnisse zu erstellen.

    Entwicklung sinnvoller Handlungsalternativen: Aktionen gegen Ausgrenzung und für bessere Integration
    Auf die empirischen Befunde aufbauend sollen Jugendliche Handlungsstrategien entwickeln, um vornehmlich im Nahbereich, z.B. in der Schule oder im außerschulischen Alltag (Freizeitbereich), "soziale Wirklichkeit" gemeinsam zu gestalten. Welche Einstellungen und Verhaltensweisen sind beeinflussbar, wo können wir in der Klasse/für die Schule selbst etwas gegen Ausgrenzung bzw. für eine bessere Integration tun? Bei welchen Ausgrenzungsfaktoren in der Gesellschaft können wir aktiv gegensteuern bzw. politisch aktiv werden?

    Die Unterrichtskonzeption unterstützt in hohem Maße die Eigenständigkeit und Eigentätigkeit der Schülerinnen und Schüler. Selbständiges Lernen wird sowohl durch kooperative Lernformen als auch im Rahmen einer Befragung der Schülerschaft durch die projekt-durchführenden Jugendlichen gefordert und gefördert. Durch eine schülerorientierte Planung und eine prozesshafte Gestaltung des Unterrichts wird den Schülerinnen und Schülern die konkrete Erfahrung vermittelt, dass ihre Vorstellungen und Erwartungen bei aller kulturellen Vielfalt ernst genommen und im Unterricht berücksichtigt werden.

    Inhaltsübersicht

    Bei diesem Angebot handelt es sich nicht um eine abgeschlossene Unterrichtsreihe, die von der ersten bis zur letzten Einheit durchgeführt werden sollte, sondern um ein Unterrichtsprojekt, das nach dem Bausteinprinzip aufgebaut ist und entsprechend variabel eingesetzt werden kann. Vorgestellt werden nicht einzelne Unterrichtsstunden, sondern thematische Schwerpunkte verfolgende Unterrichtseinheiten, deren Bearbeitung durchaus mehrere Unterrichtsstunden in Anspruch nehmen kann.

    Die einzelnen Bausteine enthalten jeweils Sachinformationen für die Lehrpersonen, Materialien für den Unterricht sowie ein in Phasen gegliedertes Artikulationsschema des Unterrichtsverlaufs (als PDF-Datei) und einen didaktischen Kommentar (zu Inhalt, möglichen Intentionen, Methoden und Medien). Siehe auch die ausführliche Inhaltsübersicht in der PDF-Datei in der rechten Spalte.

    Baustein 1: "Du kommst hier nicht rein!" - Einstieg in das Thema
    In drei verschiedenen Einstiegsszenarien für Ihren Unterricht machen die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen mit Ausgrenzung und Integration. Sie werden so angeregt, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Darauf aufbauend folgt das Planungsgespräch für das Unterrichtsprojekt.

    Baustein 2: Befragung an der Schule – Wie empfinden Jugendliche Ausgrenzung und Integration?
    Die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe führen nun eine Befragung ihrer Mitschüler und/oder anderer Jugendlicher durch, um deren Erfahrungen mit Ausgrenzung bzw. Integration zu erforschen.

    Baustein 3: Warum ich (k)ein Deutscher bin! - Eigene Identität
    In diesem eher auf emotionale und soziale Kompetenzen ausgerichteten Baustein, steht die Sensibilisierung für die Schwierigkeiten Jugendlicher mit Migrationshintergrund, eine eigene Identität und "Heimat" zu finden und zu definieren, im Mittelpunkt.

    Baustein 4: "Wohngemeinschaft Deutschland" - zusammen leben
    Am Beispiel einer WG werden Regeln für das Zusammenleben aufgestellt und anschließend auf die "Wohngemeinschaft" Deutschland übertragen. So wird Basiswissen zu Grundrechten, Menschenrechten und zur demokratischen Grundordnung erarbeitet.

    Baustein 5: Politische Rahmenbedingungen/Maßnahmen zur Integration
    Wie stellt man sich in der Politik dem "Problem" Integration, d.h. was wird unter "Integration" verstanden und welche Gesetze, Einrichtungen und Maßnahmen gibt es?

    Baustein 6: Was können wir tun? Aktionsvorschläge
    Aufbauend auf die Erkenntnisse aus den anderen Bausteinen werden hier Tipps für die Präsentation der Ergebnisse und für Möglichkeiten zur Integrationsförderung im Nahbereich gegeben.

    Videos
    Auswahl verschiedener (Musik-)Videos zum Thema, mit Info-Seiten zu den Musikern und Texten.

    Glossar
    Begriffserläuterungen zu den Themen Integration und Migration

    Chronik
    Einwanderung und Integration von Ausländern in Deutschland

    Links und Literatur
    Linktipps sowie Literatur- und Medienhinweise

    Die Lehrperson kann die Schwerpunkte ganz nach ihren Bedürfnissen und denen der Jugendlichen setzen, indem sie einige Sequenzen auswählt und intensiver behandelt, andere hingegen kürzt, variiert oder auch ganz auf deren Bearbeitung verzichtet. Häufig werden Erweiterungen angeboten, deren Erarbeitung – je nach Lernvoraussetzungen und Interessen der Lerngruppe bzw. dem zur Verfügung stehendem Zeitbudget – ganz in das Ermessen der Lehrperson gestellt wird.

    Auch wenn aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen die als zentral angesehene eigene Befragung durch die Schülerinnen und Schüler nicht durchgeführt werden kann, stehen genügend Materialien für die inhaltliche Auseinandersetzung zur Verfügung.

    Hilfestellung für Lehrkräfte

    Die hier vorliegenden umfangreichen Arbeitshilfen richten sich zunächst und vorrangig an Lehrerinnen und Lehrer sowie an Jugendgruppenleiter und -leiterinnen, die bereit und in der Lage sind, dieses Projekt mit und für Jugendliche im lokalen Raum durchzuführen.

    Durch die Bereitstellung der gut miteinander verzahnten Arbeitsmittel wie Sachinformationen, didaktischer Planungsvorschläge, gezielt ausgesuchter Unterrichtsmaterialien und des benutzerfreundlichen Computerprogramms GrafStat, das über mehrere Jahre entwickelt sowie in der Praxis erprobt wurde, wird eine sehr leistungsfähige und benutzerfreundliche Infrastruktur für die Lehrpersonen bereitgestellt.

    Für Fragen zur Durchführung des Projektes und insbesondere zur Nutzung der Software GrafStat ist das Projektteam der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Sander per Telefon (02 51-83-22 222) oder per E-Mail (info@forschenmitgrafstat.de) zu erreichen.

    Fußnoten

    1.
    Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehört die ausländische Bevölkerung – unabhängig davon, ob sie im Inland oder im Ausland geboren wurde – sowie alle Zugewanderten unabhängig von ihrer Nationalität. Daneben zählen zu den Personen mit Migrationshintergrund auch die in Deutschland geborenen eingebürgerten Ausländer sowie eine Reihe von in Deutschland Geborenen mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen sich der Migrationshintergrund aus dem Migrationsstatus der Eltern ableitet.
    Zu den letzteren gehören die deutschen Kinder (Nachkommen der ersten Generation) von Spätaussiedlern und Eingebürgerten und zwar auch dann, wenn nur ein Elternteil diese Bedingungen erfüllt, während der andere keinen Migrationshintergrund aufweist. Außerdem gehören zu dieser Gruppe seit 2000 auch die (deutschen) Kinder ausländischer Eltern, die die Bedingungen für das Optionsmodell erfüllen, d.h. mit einer deutschen und einer ausländischen Staatsangehörigkeit in Deutschland geboren wurden.

    Aus: Statistisches Bundesamt: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Wiesbaden 2007.

    Autorenteam des Projektes

    Zu den Personen

    Autorenteam des Projektes


    Von links nach rechts: Prof. Dr. Wolfgang Sander, Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Münster, Initiator und Leiter des Projektes "Forschen mit GrafStat"; Andrea Meschede M.A., Politikwissenschaftlerin und Expertin für neue Lerntechnologien, Sabine Kühmichel (Studium der Anglistik und ev. Theologie auf Lehramt) und Julia Behr M.A. (Pädagogik, Kommunikationswissenschaften und Psychologie) - im Projekt "Forschen mit GrafStat" vor allem als Autorinnen, für die GrafStat-Hotline und in der Lehrerfortbildung tätig.


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