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30.11.2007

M 05.06 Wie wird man deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger?

Hier werden rechtliche Regelungen zur deutschen Staatsbürgerschaft und den dazugehörenden Rechten und Pflichten für den Einzelnen dargestellt.

"Deutscher im Sinne des Grundgesetzes ist (...), wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt bzw. als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat." So steht es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Art. 116 Abs. 1 GG.).

Im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) ist genau festgelegt, wie man deutscher Staatsbürger wird: Entweder ist man von Geburt an Deutsche oder Deutscher, wenn beide Elternteile die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen (Abstammungsprinzip) oder unter bestimmten Voraussetzungen auch, wenn man in Deutschland geboren wurde, obwohl die Eltern rechtlich keine Deutschen sind (Geburtsortprinzip). Schließlich kann man die deutsche Staatsbürgerschaft auch erwerben, wenn man sie vorher beantragt hat. In diesem Fall spricht man von Einbürgerung. Um eingebürgert zu werden müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein: Die Staatsbürgerschaft begründet besondere Rechte als Schutz- und Abwehrrechte gegen den Staat (Reisefreiheit und Auslieferungsverbot). Außerdem hat man den Anspruch auf Schutz durch die deutsche Bundesregierung, wenn man im Ausland in Schwierigkeiten gerät. Mit der Staatsbürgerschaft sind in Demokratien auch Teilhaberechte am Staatsleben (Wahlrecht, politische Mitgestaltung, Souveränitätsteilhabe) verbunden. Staatsbürgerliche Pflichten sind z.B. die Wehrpflicht oder die Pflicht, auch bei ausländischem Wohnsitz Steuern zu bezahlen.

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