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7.11.2019

Heterogenität in Lerngruppen als Herausforderung an beruflichen Schulen

PDF-Icon Bericht zum Workshop von Frau Lisa Lewien zum Download

PDF-Icon Beitrag von Frau Tina Hölzel zum Download

Dieser Artikel basiert auf dem dreijährigen Projekt "Stärkung von Studierenden des beruflichen Lehramts im Umgang mit Heterogenität und Vielfalt" im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung

Ausgangsthese:

Obwohl die berufsbildenden Schulen über differenzierte Erfahrungen im Umgang mit Heterogenität und Vielfalt verfügen und sich einiges aus Bewältigungsstrategien lernen lässt, die in beruflichen Schulen entwickelt wurden, ist der Blick in der Debatte um Inklusion und Schule nur selten auf diesen Bildungsbereich gerichtet. Dieser Beitrag wendet sich dem Zusammenhang zu und versucht zu beschreiben, wie Lehrer*innen in berufsbildenden Schulen Heterogenität wahrnehmen und bearbeiten.

Ausgangslage:

Der Umgang mit Heterogenität und Vielfalt ist eine der aktuellsten und zentralsten Herausforderungen bei der Gestaltung schulischer Bildungsprozesse. Die entsprechenden Debatten werden unter dem Stichwort Inklusion gegenwärtig und durchaus kontrovers in der bildungspolitischen Debatte geführt. Die Aufmerksamkeit ist dabei nicht selten auf die Integration von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die allgemein-bildende Schule gerichtet und wird oft als Zumutung beschrieben (vgl. Krause 2014). Weniger im Fokus stehen in diesem Zusammenhang die berufsbildenden Schulen, obwohl diese institutionell geradezu zwangsläufig über ein hohes Maß an ausgewiesenen Erfahrungen im Umgang mit Heterogenität verfügen (vgl. Besand 2014). Der Workshop möchte daher den Blick neu lenken und fragen, was und wie von den Heterogenitätserfahrungen berufsbildender Kolleg*innen gelernt werden kann. Diese Frage ist insofern originell, als dass Transferüberlegungen selten in dieser Perspektive gedacht werden. Die beruflichen Schulen stehen, entgegen ihrer an Schüler*innenzahlen gemessenen Bedeutung, als größte weiterführende Schulart in der Bundesrepublik im Vergleich zu den allgemeinbildenden Schulen häufig im Schatten – nicht jedoch in diesem Workshop.

Zentrale Workshopthesen:

Tina Hölzel

Tina Hölzel

Tina Hölzel

Tina Hölzel ist Leiterin des Zentrums für inklusive politische Bildung (ZipB) sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrstuhl für Didaktik der politischen Bildung) im SYLBER-Projekt "Umgang mit Heterogenität als Aufgabe aller Phasen der Lehrer*innenbildung".


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