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Filmbesprechung

Tracing Addai



Was führte Addai dazu sich zu radikalisieren und aus dem friedlichen Deutschland in den blutigen Bürgerkrieg nach Syrien auszuwandern, aus dem er nie wieder zurückkehren sollte? Welche Erinnerungen bewegen die Menschen aus dem direkten Umfeld? Wie gehen sie mit dem Verlust des geliebten Sohns, dem guten Freund, dem liebgewonnen Nachbarsjungen um? Welchen Anteil tragen sie an seiner Entscheidung und seinem Verschwinden? Zu Addais Radikalisierung gibt es bis heute keine endgültigen Antworten, keine Zeugnisse seines mutmaßlichen Ablebens, kein Begräbnis.

Mit ihrer dokumentarischen Erzählung rekonstruiert Regisseurin Esther Niemeier in "Tracing Addai" fragmentarisch die letzten Monate eines jungen Mannes, dessen Weg ohne Wiederkehr über eine radikal-islamische Gruppe nach Syrien führte und lässt ihn durch animierte szenische Bilder noch einmal lebendig werden.

Hier können Sie den Film in ganzer Länge sehen:

Mit Anfang 20 lässt Addai alles hinter sich und zieht nach Syrien in den Bürgerkrieg um zu helfen. An der Seite von Ilias landet er zunächst in einer Küche. Von dort schreibt er seiner Mutter: "Mach dir keine Sorgen, mir geht’s gut." Zwei Jahre später erhält Addais Mutter einen Brief aus dem Gefängnis. Ilias wurde in Deutschland als Terrorist verurteilt und möchte sie treffen. Er schreibt ihr: "Eines müssen Sie mir glauben, wir gingen mit guten Absichten." (© Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)

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