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Interview mit Tevfik Başer über seinen Film "40 qm Deutschland"

von: Tilman Baumgärtel

Der türkischstämmige Regisseur Tevfik Başer berichtet über die Entstehung und Rezeption seines in Deutschland gedrehten Films "40 qm Deutschland" (1986) sowie über das verbindende Thema seiner filmischen Werke.

Inhalt

Das Interview entstand anlässlich der Retrospektive In deutscher Gesellschaft. Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962-1992 in Zusammenarbeit mit dem Zeughauskino / Deutsches Historisches Museum. Kuratoren der Filmreihe waren Tilman Baumgärtel und Tobias Hering.

In "40 qm Deutschland" wir die junge Turna von ihrem Mann Dursun, einem “Gastarbeiter“ der ersten Generation, aus einem Dorf in der Türkei nach Hamburg geholt. Dort wird sie von ihrem konservativen Ehemann in einer kleinen Wohnung in einem heruntergekommenen Altbau eingesperrt. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt sind die Fenster der Wohnung, durch die sie ihre neue Heimat beobachtet. Ein düsteres Kammerspiel nimmt seinen Lauf, als sich Turna immer weiter in ein Paralleluniversum aus Träumen und Erinnerungen verliert. Erst als ihr Mann unversehens stirbt, öffnet sich für sie der Weg in ein Land, von dem sie kaum etwas weiß und dessen Sprache sie nicht spricht. 40 qm Deutschland gilt als erster abendfüllender Kinofilm eines deutschen Regisseurs türkischer Herkunft. Regisseur Tevfik Başer hat den mit einem geringen Budget gedrehten Film auch produziert. Er lief unter anderem bei den Festivals in Rotterdam, Cannes und Locarno, wo er mit dem “Silbernen Leoparden“ ausgezeichnet wurde.

Weitere Informationen

  • Kamera und Schnitt: Oleg W. Stepanov, Redaktion: Katrin Willmann und Eva Flügel

  • Produktion: September 2018

  • Spieldauer: 04:39

  • hrsg. von: Bundeszentrale für poltische Bildung

Themen

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Autor: Tilman Baumgärtel für bpb.de


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