BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren


Unbehagen in der Fiktion / 5

"Leere Zwiebeln". Monomanie vs. Empathieschulung

Guillaume Paoli und Daniel Schreiber diskutieren mit der Initiatorin der Veranstaltungsreihe, Anja Johannsen, über die Frage, inwieweit sich das Verhältnis von Literatur und Politik verändert, welche Rolle das autofiktionale Schreiben heute spielt.

Inhalt

Ob Autofiktion, Memoiren oder personal essay - viele der am meisten beachteten Texte sind momentan (semi-)dokumentarischer Natur. »Es wirkt so«, schreibt Angela Steidele, »als habe die Literatur das Erzählen aufgegeben, weil sich alle anderen seiner bedienen. Wer will noch fabulieren, wenn er sich mit dem amerikanischen Noch-Präsidenten, dem deutschen Verkehrsminister, Impfgegnern oder Firmenchefs deutscher Automobilkonzerne gemein macht?« Und ganz offenbar bevorzugen auch viele Leser*innen gegenwärtig Geschichten, die durch persönliches Erleben beglaubigt scheinen – Geschichten, in denen das Medium der Selbsterkundung oft auch eines der Beschreibung von Gesellschaft ist. In der Veranstaltungsreihe "Vom Unbehagen in der Fiktion" erkunden Autor*innen, Kritiker*innen und Wissenschatler*innen darüber, was dieser Boom autobiographischen, autofiktionalen und dokumentarischen Erzählens bedeutet.

Fünfter und abschließender Teil einer Reihe, zu es vier weitere Veranstaltungen in Rostock, Berlin, Göttingen und Frankfurt/Main gab.

Weitere Informationen

  • Kamera und Ton: Alex Katsaros

  • Produktion: 15.12.20

  • Spieldauer: 01:20:18

  • hrsg. von: Netzwerk der Literaturhäuser e.V.

Themen



Weitere Medien zum Thema

Vom Unbehagen in der Fiktion / 1

Vom Unbehagen in der Fiktion / 1

Uncanny Valleys. Der schmale Grat zwischen Fakt und Fiktion

Es diskutieren Christian Baron, Isabelle Lehn und Johannes Franzen über das Unbehagen in der Fiktion, über autobiographisches Schreiben und künstlerische Freiheit. Weiter...

Vom Unbehagen in der Fiktion / 2

Vom Unbehagen in der Fiktion / 2

"Leere Zwiebeln"? - Monomanie versus Empathieschulung

Was bedeutet der Boom autobiographischen, autofiktionalen und dokumentrischen Erzählens, der gegenwärtig zu beobachten ist? Verändert er gar das Verhältnis von Literatur und Politik? Hanna Engelmeier, Deniz Utlu, Christian Metz und Silky van Dyk... Weiter...

Vom Unbehagen in der Fiktion / 3

Vom Unbehagen in der Fiktion / 3

Lüge, Poesie und Identitätspolitiken.

Johannes Franzen, Lena Gorelik, Deniz Utlu, Jan Wilm im Gespräch mit Simon Sahner über die Frage, was Fiktion, was autobiographisch ist, was Voyeurismus, Scherz, Kontroverse. Weiter...

Vom Unbehagen in der Fiktion / 4

Vom Unbehagen in der Fiktion / 4

Wohin führt das gegenwärtige Verlangen nach dem Authentischen in der Literatur

Uncanny Valleys. Jan Wiele, FAZ, diskutiert mit Paula Diehl, Daniel Schreiber und Jan Wilm über den schmalen Grat zwischen Fakt und Fiktion. Weiter...

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln