zurück 
14.11.2018

Mobiles Arbeiten

Der technische Fortschritt macht es möglich, dass viele Erwerbstätige ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen können. Dadurch kann die Arbeitszeit flexibler eingeteilt, Familienverpflichtungen besser wahrgenommen oder die Belastung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer reduziert werden, die sonst täglich eine größere räumliche Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort überwinden müssten. Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 2016 arbeiteten 11 % der Erwerbstätigen im Alter von 15 Jahren und älter in den letzten drei Monaten vor der Befragung hauptsächlich oder manchmal von zu Hause aus. Der Anteil der Frauen, die mobil arbeiteten, lag 2016 mit 10 %, wie schon die Jahre zuvor, leicht unter dem der Männer (12 %).

Der Unterschied zwischen Frauen und Männern könnte vor allem daran liegen, dass wesentlich mehr Selbstständige ihre Tätigkeit ab und zu oder ausschließlich von zu Hause ausübten (42 %), während der Anteil bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lediglich 8 % betrug. Der Anteil der Männer an den selbstständigen Erwerbstätigen lag 2016 bei zwei Dritteln (67 %).

Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens ist besonders für Familien mit Kindern attraktiv. Im Jahr 2016 nutzten dies in Deutschland erwerbstätige Mütter und Väter im Alter von 25 bis 54 Jahren jedoch relativ selten. Ihr Anteil lag in der entsprechenden Altersgruppe für Erwachsene mit Kindern insgesamt bei 13 %. Erst ab zwei Kindern nahm der Anteil der Heimarbeit mit 14 % etwas zu und lag ab drei Kindern und mehr bei 16 %. Erwachsene ohne Kind waren mit 11 % nur unwesentlich seltener von zu Hause aus tätig. Auch das Alter der Kinder hatte lediglich geringen Einfluss darauf, ob die Eltern von zu Hause aus arbeiteten. War das jüngste Kind bis 11 Jahre alt, lag der Anteil der gewöhnlich oder manchmal von zu Hause aus tätigen Eltern bei 14 %.

Anja Crößmann, Lisa Günther

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln