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14.11.2018

Langjähriger Trend

In den vergangenen 30 Jahren hatte die endgültige Kinderlosenquote kontinuierlich zugenommen: Zwischen den Jahrgängen 1937 und 1967 hatte sie sich von 11 % auf 21 % fast verdoppelt. Bei den Jahrgängen 1967 bis 1974 setzte sich dieser Trend nicht mehr fort und die Kinderlosenquote scheint sich auf dem Niveau von 20 % bis 21 % verfestigt zu haben.

Kinderlosenquote – Anteil der Frauen ohne Kind an allen Frauen des jeweiligen Geburtsjahrgangs 1937–1981 — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Die vorläufigen Anteile der (noch) kinderlosen Frauen im Alter zwischen 35 und 41 Jahren zeigen außerdem, dass voraussichtlich auch in den nächsten Jahren mit einem relativ stabilen Niveau der endgültigen Kinderlosigkeit zu rechnen ist. Im Jahr 2016 war die temporäre (vorläufige) Kinderlosigkeit der Frauen im Alter zwischen 35 und 41 Jahren sogar niedriger als 2012.

Der Rückgang basiert vor allem auf den gesunkenen temporären Quoten der Frauen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind. Durch die starke Zuwanderung der Jahre 2014 bis 2016 stieg außerdem der Anteil der im Ausland aufgewachsenen Zuwanderinnen an den Frauenjahrgängen. Da diese Zuwanderinnen im Durchschnitt eine niedrigere Kinderlosenquote haben als die in Deutschland aufgewachsenen Frauen, trug dieser strukturelle Effekt zusätzlich zur Stabilisierung des gesamten Kinderlosigkeitsniveaus bei.

Die künftige Entwicklung der Kinderlosigkeit bei den jüngeren Frauenjahrgängen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren geboren sind, ist allerdings noch offen.

Olga Pötzsch

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