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14.11.2018

Regionale Unterschiede

Regional ist die Kinderlosigkeit unterschiedlich stark ausgeprägt. In den westlichen Flächenländern betrug 2016 die endgültige Kinderlosenquote der Frauen im Alter zwischen 45 und 49 Jahren durchschnittlich 21 % und war damit auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2012. In den ostdeutschen Flächenländern war zwar die Kinderlosigkeit mit 12 % deutlich geringer als im Westen, nahm aber im Vergleich zu 2012 leicht zu. Besonders hoch war der Anteil der Frauen ohne Kind mit durchschnittlich 28 % in den Stadtstaaten. Diese Quote hat sich seit 2012 nicht verändert.

Der Spitzenreiter unter den Bundesländern war 2016 Hamburg mit 31 %. In den westlichen Flächenländern war der Anteil der Frauen ohne Kind in Schleswig-Holstein mit 24 % am höchsten, in Baden-Württemberg und im Saarland mit jeweils 19 % am geringsten. In den ostdeutschen Flächenländern variierte die Kinderlosenquote zwischen 11 % und 13 % und war damit relativ gleich verteilt.

Anteil der Frauen ohne Kind an allen Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren 2016 — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


In allen Bundesländern ist die Kinderlosigkeit in den urbanen Regionen durchweg höher als in den ländlichen. Besonders auffallend waren diese Unterschiede 2016 in Bayern: mit 15 % kinderlosen Frauen auf dem Land und 30 % in den Städten.

Olga Pötzsch

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