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10.3.2021

Wanderungsbewegungen

Neben der natürlichen Bevölkerungsbewegung (Geburten und Sterbefälle) kommt bei der Beobachtung und Analyse der Einwohnerzahl den sogenannten Wanderungen (räumliche Bevölkerungsbewegung) eine zentrale Bedeutung zu. Die Wanderungen bilden aber auch die Mobilität der Bevölkerung ab. Die Mobilität ist stark altersabhängig. Am höchsten ist sie bei jungen Erwachsenen, die bedingt durch Ausbildung, Studium oder Einstieg ins Berufsleben oder aufgrund einer Partnerschaft häufiger umziehen. Bei den Wanderungen wird zwischen den Wohnsitzwechseln von Personen in eine andere Gemeinde innerhalb Deutschlands (Binnenwanderung) und solchen über die Grenzen Deutschlands (Außenwanderung) unterschieden. Die Binnenwanderung und die Außenwanderung bilden zusammen die Gesamtwanderung. Grundlage sind die An- und Abmeldungen, die von den Meldeämtern der Länder nach den melderechtlichen Regelungen erfasst werden.

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Info 4

Wanderungsstatistik

Die Wanderungsstatistik erfasst Zu- und Fortzüge, die die Meldebehörden den ­statistischen Ämtern melden. Der Wanderungssaldo ergibt sich aus der Differenz der Zu- und Fortzüge. Das Wanderungs­volumen bezeichnet die Summe aus der Binnen- und Außenwanderung. Zuzüge "von unbekannt" und Fortzüge "nach unbekannt" zählen dabei zur Außenwanderung.

Die Wanderungsstatistik weist Wanderungsfälle nach, also die Zu- oder Fortzüge über die Gemeindegrenzen, nicht die wandernden Personen. Die Zahl der Wanderungsfälle in einem Jahr ist in der Regel etwas größer als die Zahl der wandernden Personen, da eine Person in einem Jahr mehrmals zu- und fortziehen kann. Durch die Binnenwanderung ändert sich nur die regionale Verteilung der Bevölkerung, durch die Außenwanderung die Einwohnerzahl Deutschlands.


Binnenwanderung

Die Wanderungsströme innerhalb Deutschlands resultieren aus verschiedenen Faktoren. Zum einen spiegeln sie die wirtschaftliche Stärke von Ländern und Regionen wider. Bei Ausländerinnen und Ausländern können zum anderen Netzwerke eine Rolle spielen, sodass sie be vorzugt dort hinziehen, wo Menschen gleicher Herkunft bereits leben. Darüber hinaus gibt es Verteilungsquoten für Personen, die als Spätaussiedlerinnen und -aussiedler oder als Schutzsuchende aufgenommen werden.

Im Jahr 2019 wechselten 3,9 Millionen Menschen ihren Wohnsitz über die Gemeindegrenzen innerhalb Deutschlands. In den meisten Fällen blieben die Personen in ihrem Bundesland; nur etwa 28 % aller Binnenwanderungen (rund 1,1 Millionen Umzüge) fanden zwischen Bundesländern statt. Diese Wanderungen tragen zur unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung in den Ländern bei.

Wanderungssaldo nach Bundesländern 2019 — Personen insgesamt Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Wanderungssaldo nach Bundesländern 2019 — deutsche Personen Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Wanderungssaldo nach Bundesländern 2019 — ausländische Personen Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Dabei verzeichneten Brandenburg und Schleswig-Holstein im Jahr 2019 die größten Wanderungsgewinne mit Wan derungssalden von 16.300 Personen (Brandenburg) und 7.200 Personen (Schleswig-Holstein). Diese hohen Zuwanderungsüberschüsse sind insbesondere auf Zuzüge von Deutschen zurückzuführen. So betrug der Wanderungsüberschuss für Zuzüge von Deutschen aus anderen Bundesländern nach Brandenburg 17.100 Personen und nach Schleswig-Holstein 7.100 Personen. Nordrhein-Westfalen war 2019 bei Umzügen zwischen den Bundesländern das beliebteste Zielland für Ausländerinnen und Ausländer mit einem Wanderungssaldo von 9.100 ausländischen Personen.

Die höchsten Abwanderungsverluste bei Umzügen zwischen den Bundesländern wiesen Baden-Württemberg (Saldo: – 8.900 Personen) und Berlin (Saldo: – 6.900 Personen) auf. Allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Muster für deutsche und ausländische Personen: Der Wanderungsverlust war für Deutsche am höchsten in Nordrhein-Westfalen (– 14.800 Personen), gefolgt von Berlin (– 9.500 Personen) und für ausländische Personen in Niedersachsen (– 7.000 Personen).

Aus historischen Gründen kommt den Wanderungsströmen zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern und Berlin-Ost bei der Binnenwanderung eine besondere Bedeutung zu. Zwischen 1989 und 1991 war eine hohe Abwanderung von Ost nach West festzustellen. In den Folgejahren bis 1996 war die Entwicklung der Wanderungen zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern gegenläufig: Die Zuzüge aus den neuen Ländern verringerten sich, die Wanderungen nach Osten stiegen an, sodass der Wanderungssaldo 1997 nur noch 28.200 Personen betrug. Ab 1998 begann eine neue Wanderungswelle von Ost nach West (Wanderungssaldo 2001: 97.600 Personen), die nach 2001 langsam zurückging. Bis einschließlich 2016 überstiegen die Fortzüge nach Westen die Zuzüge nach Osten (Abwanderungs überschuss 2016: 14.900 Personen). In den Jahren 2017 bis 2019 kehrte sich diese Entwicklung um zu einem leichten Wanderungsgewinn für den Osten. Im Jahr 2019 betrug der Zuwanderungsüberschuss Ostdeutschlands 1.000 Personen.

Wanderungen zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Bundesländern Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Außenwanderung

Unter Außenwanderung fällt das, was in der Öffentlichkeit vor allem als Migration bezeichnet wird. Dabei gibt es verschiedene Motive und Ursachen der Wanderungen – von der Aufnahme von Kriegsvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zuwanderung aus der damaligen DDR bis zur Zuwanderung aus der Europäischen Union (EU) im Rahmen der EU-Freizügigkeit oder der Aufnahme von Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten. Dazwischen prägten zum Beispiel die Arbeitsmigration durch die Anwerbung von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern in den 1960er- und 1970er-Jahren und die Flucht vor dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien das Wanderungsgeschehen in Deutschland.

Von 1950 bis zum Mauerbau am 13. August 1961 wurden rund 2,6 Millionen Menschen aus Ostdeutschland als Übersiedlerinnen und Übersiedler im früheren Bundesgebiet aufgenommen. Ferner kamen seit 1950 rund 4,6 Millionen (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedler in das frühere Bundesgebiet beziehungsweise seit 1990 nach Deutschland. Im Jahr 1990 wurde mit rund 397.000 Personen die mit Abstand höchste Zahl von Aussiedlerinnen und Aussiedlern aufgenommen; danach gingen die Zahlen zurück. Seit 2006 werden weniger als 10.000 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler jährlich aufgenommen.

Zuzüge von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Durch die Zuwanderung aus dem Osten (aus den früheren deutschen Gebieten im Osten, der ehemaligen DDR sowie durch Aussiedlerinnen und Aussiedler) gab es für die Bundesrepublik Deutschland seit Gründung bis Anfang des neuen Jahrtausends einen Zuwanderungsgewinn von Deutschen. Seit 2005 werden allerdings Wanderungsverluste beobachtet: Es wandern also mehr Deutsche ins Ausland ab, als Deutsche nach Deutschland ziehen. Ein wesentlicher Grund dafür ist die nachlassende Zuwanderung von Spätaussiedlerinnen und Spät aussiedlern. Zeitgleich erhöhte sich die Zahl der Fortzüge deutscher Personen ins Ausland. So gab es in den 1990er- Jahren noch rund 110.000 Fortzüge von Deutschen je Jahr, im Jahr 2008 etwa 175.000 Fortzüge. Allerdings verminderte sich die Abwanderung – wahrscheinlich infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise – ab 2009 (155.000 Fortzüge) wieder und blieb bis 2015 mit jährlich 130.000 bis 150.000 Fortzügen annähernd kon stant. Demgegenüber standen Zuzüge aus dem Ausland in der Größenordnung von 115.000 bis knapp über 120.000 Deutschen zwischen 2009 und 2015. Seit dem Jahr 2016 werden die Zu- und Fortzüge deutscher Personen, deren bisheriger oder neuer Wohnort nicht bekannt ist, in der Wanderungsstatistik zusätzlich berücksichtigt.

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Info 5

Methodische Hinweise zu den ­Ergebnissen der Wanderungsstatistik seit 2016

Die Ergebnisse der Wanderungsstatistik seit Berichtsjahr 2016 sind aufgrund metho­discher Änderungen, technischer Weiterentwicklungen der Datenlieferungen aus dem Meldewesen an die Statistik sowie der ­Umstellung auf ein neues statistisches Aufbereitungsverfahren nur bedingt mit den ­Vorjahreswerten vergleichbar. Insbesondere werden seit dem 1. Januar 2016 Zu- und Fortzüge von Deutschen von beziehungs­weise nach "unbekannt / ohne Angabe" in der Wanderungsstatistik unter der Außenwanderung verbucht. Zuvor blieben sie ­weitgehend unberücksichtigt. Daher werden Meldungen von Personen, die zuvor "nach unbekannt" abgemeldet waren und sich wieder anmelden, statistisch nur dann als Zuzug "von unbekannt" verarbeitet, wenn die vor­herige Abmeldung "nach unbekannt" in der Statistik berücksichtigt wurde (das heißt seit 2016 stattfand). Da im Gegenzug alle Ab­meldungen von Deutschen "nach unbekannt" ohne Einschränkung berücksichtigt wurden, wird eine zu niedrige Zahl von Anmeldungen "von unbekannt" im Verhältnis zu den Ab­meldungen "nach unbekannt" und somit eine erhöhte Nettoabwanderung von deutschen Personen nachgewiesen. Dieser ­methodisch unvermeidbare Effekt trifft ins­besondere auf die Ergebnisse 2016 zu und dürfte in den Folgejahren nachlassen. Die sonstigen ­Ergebnisse zur Außenwanderung von Deutschen nach Herkunfts- / Zielländern sind von dieser methodischen Änderung nicht betroffen.

Die Themenseite "Wanderungen" auf www.destatis.de bietet ausführliche methodische Erläuterungen.


Im Jahr 2016 wurden daher rund 146.000 Zuzüge und 281.000 Fortzüge von deutschen Personen verzeichnet. Rechnet man die in Info 5 beschriebenen Effekte heraus, ergeben sich auch für das Jahr 2016 sowohl bei den Zuzügen (115.000 Personen) als auch bei den Fortzügen (131.000 Personen) keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den Vorjahren. Im Jahr 2019 lag die Zahl der Zuzüge deutscher Personen bei 213.000 und die Zahl der Fortzüge bei 270.000. Hauptzielländer von auswandernden Deutschen waren im Jahr 2019 die Schweiz mit 16.300 Personen, Österreich mit 11.900 Personen und die Vereinigten Staaten mit 9.800 Personen, wobei der neue Wohnort bei etwa 54 % der Fortzüge von Deutschen nicht bekannt war.

Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland — in Tausend, Bild 2 Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Ab Anfang der 1960er-Jahre hatte die Zu- und Abwanderung von ausländischen Personen durch die Anwerbung von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern erheblich an Bedeutung gewonnen. Seit Mitte der 1970er-Jahre wird das Wanderungsverhalten der Ausländerinnen und Ausländer von anderen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel dem Familiennachzug oder der politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Situation in den Herkunftsländern. Insbesondere politische Um brüche, Kriege und Krisen können Auswanderungswellen nach Deutschland auslösen. Zudem wirken sich staatliche Maßnahmen zur Steuerung der Wanderungsströme aus. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang der 1973 erlassene Anwerbestopp oder das Rückkehrhilfegesetz von 1983.

Die Zuwanderung ausländischer Staatsangehöriger hatte 1992 mit 1,2 Millionen Personen einen ersten Höhepunkt erreicht. Gründe waren die Öffnung der Grenzen zu Osteuropa und die Flucht vieler Menschen vor dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien. Asylrechtliche Neuregelungen wie die Änderung des Grundgesetzes (Artikel 16a) im Jahr 1993 bewirkten, dass Einreisen zum Zweck der Asylsuche nach 1993 erheblich zurückgingen.

Bis 2006 war die Zuwanderung mit einigen Schwankungen eher rückläufig; in den Folgejahren stieg die Zuwanderung wieder an. Eine Ursache hierfür sind Beschlüsse auf Ebene der EU, beispielsweise EU-Erweiterungen, Freizügigkeitsregelungen, Abkommen mit Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA-Länder) oder veränderten Visa regelungen. Infolge der Wirtschaftskrise in den südeuropäischen Ländern sowie des Beitritts vieler osteuropäischer Länder zur EU 2004 beziehungsweise 2007 nahm die Zuwanderung aus diesen Ländern sprunghaft zu. Auch haben 2011 die Zuzüge aus den 2004 beige tretenen Ländern – nach Ablauf der letzten Einschränkungen zum Arbeitsmarktzugang – stark zugenommen. Das Gleiche gilt seit 2013 für Rumänien und Bulgarien.

Die Entwicklung der Europäischen Union, Karte Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Hinzu kamen seit 2014 die Schutzsuchenden aus den von Krieg gezeichneten Ländern, vor allem Syrien, Afghanistan und Irak. So wurden im Jahr 2014 rund 1,3 Millionen Zuzüge ausländischer Personen verzeichnet. Im Jahr 2015 wurde mit 2,0 Millionen Zuzügen der bis herige höchste Stand erreicht. Rund 43 % der Personen (865.000) kamen dabei aus der EU, 41 % (833.700 Personen) aus dem außereuropäischen Ausland und 14 % aus einem sonstigen europäischen Land (284.900 Personen). Die Hauptherkunftsländer 2015 waren Syrien (326.000 Zuzüge), Rumänien (212.000 Zuzüge), Polen (190.000 Zuzüge) und Afghanistan (95.000 Zuzüge).

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Info 6

Erfassung der Schutzsuchenden in der Wanderungsstatistik

Schutzsuchende Personen sind grundsätzlich meldepflichtig, sobald sie in Deutschland angekommen sind. Damit sind sie grundsätzlich bei ihrer Ankunft in Deutschland in der Wanderungsstatistik enthalten. Der Status als Schutzsuchende beziehungsweise Schutzsuchender wird in der Wanderungsstatistik nicht erfasst. Im Herbst 2015 konnten allerdings nicht alle Schutzsuchenden zeitnah erfasst werden und wurden ­teilweise nacherfasst. Zur Abschätzung der Wanderungsbewegungen von Schutz­suchenden werden die Wanderungsfälle von Staatsangehörigen von Staaten mit ­einem hohen Anteil an Schutzsuchenden wie Syrien oder Irak betrachtet.


In den Folgejahren verringerte sich die Zahl der Zuzüge von Ausländerinnen und Ausländern gegenüber diesem Höchststand. Im Jahr 2016 lag die Zahl der Zuzüge bei 1,7 Millionen, 2017 und 2018 bei 1,4 Millionen und im Jahr 2019 bei gut 1,3 Millionen Personen. Die meisten Personen zogen im Jahr 2019 aus Rumänien zu (229.000 Zuzüge), gefolgt von Polen (128.000 Zuzüge) und Bulgarien (83.000 Zuzüge).

Die Abwanderung von Ausländerinnen und Ausländern erreichte 1993 mit 711.000 Fortzügen einen ersten Höhepunkt. Danach war die Tendenz bis 2007 rückläufig, abgesehen von einem vorübergehenden Anstieg in den Jahren 1997, 1998 und 2004 infolge der Rückkehr bosnischer Bürgerkriegsflüchtlinge.

Die Fortzugszahlen zwischen 2008 und 2010 sind durch bundesweite Bereinigungen der Melderegister überhöht und mit den Vor- und Folgejahren nicht vergleichbar. Die Bereinigungen führten zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen, die sich in den Fortzugszahlen niedergeschlagen haben.

Seit 2011 stieg die Zahl der Fortzüge von Ausländerinnen und Ausländern wieder an und lag 2016 bei 1.084.000 Personen, 2017 bei 886.000, 2018 bei 924.000 und 2019 bei 961.000 Personen. Da viele Zugewanderte, vor allem aus der EU, nicht dauerhaft in Deutschland bleiben und nach einer kürzeren oder längeren Zeit in ihr Herkunftsland zurückkehren oder in ein anderes Land weiterziehen, geht eine hohe Zuwanderung zeitversetzt mit einer hohen Abwanderung einher.

Der Wanderungssaldo war seit Beginn der Statistik in den 1950er-Jahren überwiegend positiv. Lediglich in konjunkturell schlechten Zeiten der 1960er- und 1970er-Jahre, in der Zeit des Rückkehrhilfegesetzes in den 1980er-Jahren und nach Ende des Bosnienkrieges 1997/1998 fiel der Saldo negativ aus. Die bis dahin höchsten Wanderungsüberschüsse (mehr als 600.000 Personen Zugewinn je Jahr) wurden zur Zeit der politische Umbrüche in Osteuropa und des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien zwischen 1989 und 1992 verzeichnet – als Folge der hohen Zuwanderung in diesen Jahren. Seit 2011 werden wieder hohe Wanderungsüberschüsse mit einem Höchstwert im Jahr 2015 verzeichnet (2014: + 577.000 Personen; 2015: + 1.157.000; 2016: + 635.000). In den Jahren 2017 bis 2019 ging der Wanderungsüberschuss jeweils zurück (2017: + 499.000; 2018: + 460.000; 2019: + 385.000).
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Elle Krack-Roberg Claire Grobecker für bpb.de

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Claire Grobecker, Elle Krack-Roberg, Olga Pötzsch, Bettina Sommer

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