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10.3.2021

Energiesteuern

Eine politische Maßnahme, um negativen Umweltauswirkungen durch den Verbrauch von Energie entgegenzuwirken, sind Energiesteuern. Sie verteuern die umweltschädlichen Aktivitäten und setzen somit Anreize zu umweltfreundlichem Verhalten (siehe auch Kapitel 13.2). In Deutschland umfassen die energiebezogenen Steuern die Energiesteuer (bis 2006: Mineralölsteuer), die Stromsteuer, die Emissionsberechtigungen sowie den Beitrag zum Erdölbevorratungsverband.

Die Energiesteuerlast verteilte sich 2018 in etwa zu gleichen Teilen auf Unternehmen (41 %) und private Haushalte (48 %). Ausländerinnen und Ausländer, die im Inland tanken und somit auch Energiesteuern zahlen, hatten zuletzt einen Anteil von 11 % an den gesamten energiebezogenen Steuern. Unternehmen hatten im Jahr 2018 rund 20,3 Milliarden Euro für Energiesteuern zu entrichten. Zwischen 2008 und 2018 wuchs ihre Steuerlast um durchschnittlich 1 % jährlich. Im Jahr 2011 gab es jedoch einen außergewöhnlichen Anstieg um 12 % durch die Einführung der Kernbrennstoffsteuer und der Luftverkehrsteuer. Die Kernbrennstoffsteuer wurde 2011 bis 2016 erhoben. Im Juni 2017 wurde sie nachträglich als verfassungswidrig eingestuft und zurückgezahlt.

Aufkommen energiebezogener Steuern 2018 — in Millionen Euro Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Private Haushalte zahlen in Deutschland Energie- und Stromsteuer. Ausgehend von einem Höchststand im Jahr 2009 lagen sie 2015 auf einem um 4,6 % niedrigeren Niveau. Eine Ursache könnte der Energieverbrauch der privaten Haushalte für Wohnen sein, der zwischen 2010 und 2015 um 1,6 % sank. Der Energieverbrauch privater Haushalte im Straßenverkehr nahm im selben Zeitraum insgesamt zu. Der Verbrauch des stärker versteuerten Benzinkraftstoffs sank um 1,0 %, während der Dieselverbrauch um 2,9 % zunahm.
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Katharina Brockjan, Lucia Maier, Kristina Kott, Nadin Sewald

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