Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)

Die E. [engl.: European Medicines Agency, EMA] wurde 1993 durch eine Verordnung des Rates der EU gegründet. Ursprünglicher Sitz war London, seit März 2019 in Amsterdam (Niederlande). Sie beurteilt und überwacht Arzneimittel für Mensch und Tier. Ihre Aufgabe ist die europ. Zulassung von Medikamenten. Dazu gehören bio- und hochtechnologisch hergestellte Medikamente, solche zur Behandlung von HIV/Aids, Diabetes oder Krebs sowie alle Arzneien für seltene Leiden. Diese speziellen Medikamente können in Europa nur von der E. zugelassen werden. Kriterien hierfür sind Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels. Die E. ist auch dafür zuständig, die Sicherheit von Medikamenten nach ihrer Einführung zu überprüfen. Hierzu hat sie ein sog. »PharmakovigilanzNetzwerk« aufgebaut. Ihre Arbeit vereint über 4.000 Experten aus 30 europ. Ländern (EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen).

Darüber hinaus berät und unterstützt sie pharmazeutische Unternehmen bei Forschung und Innovation. 2018 hatte die E. 901 Mitarbeiter, der Haushalt umfasste 317 Mio. €.

Internet

Siehe auch:
Europäische Agenturen

aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: T.-C. Bartsch

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