Breton, Didier

[*15.1.1955 in Paris] EU-Kommissar aus Frankreich. Studium (Ingenieurwesen) in Paris.

Ab 1976 Lehrer, Autor (Science Fiction), Wirtschaftserfahrung (Gründung IT-Beratung, Aufbau eins Technologieparks) und Regionalpolitiker (Poitou-Charente). Unternehmenschef und Sanierer (ab 1990 Förderbank CGI, ab 1993 Computer-Hersteller Bull, ab 1997 Thomson Multimédia, ab 2002 France Télécom); 2005–07 Wirtschafts- und Finanzminister (Etatsanierung, Privatisierungen). Ab 2008 Ausbau der privaten Atos SE zum maßgeblichen IT-Anbieter (Cloud-Computing, Betrieb von Rechenzentren, Kommunikationstechnik, Cyber-Sicherheit).

Seit 1.12.2019 EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen (nachgerückt für die im Parlament abgelehnte Sylvie Goulard). Ziele: Festigung des Binnenmarkt-Systems: Wachstums- und Innovationsinitiativen für private Unternehmen (insbesondere Digitalwirtschaft), um die technologische Souveränität der EU zu fördern. Stabilisierung der Finanz-Branche. Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit einer eigenständigen Verteidigungs- und Weltraumwirtschaft.

Literatur


aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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