Simson, Kudri

[* 2.1.1977 in Tartu] EU-Kommissarin aus Estland. Studium (Geschichte) in Tartu sowie in London (Politikwissenschaft). 1998/1999 an der Universität Tartu (Europäisches Dokumentationszentrum). Dann bei der Stadt Tallinn erst im Stab des Gemeinderats und ab 2000 in demjenigen des Bürgermeisters. 2003 Station bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO und dann Generalsekretärin der Zentrumspartei (Mitte-Links). 2007–16 Abgeordnete, davon ab 2009 Fraktionschefin. 2016–19 Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur. Seit 1.12.2019 EU-Kommissarin für Energie. Ziele: Im Kontext der Umweltziele in der Kommission Schritte für einen integrierten und nachhaltigen Energiemarkt sowie Beiträge für einen spürbaren Rückgang beim Verbrauch. Investitionsförderung für erneuerbare Energien und Diversifizierung beim Erdgas-Bezug (Abbau von Abhängigkeiten, auch durch Flüssiggas-Transport über längere Distanzen). Eintreten für vermehrte Zahlungsabwicklung beim Import über den Euro. Beiträge, dass auch periphere EU-Regionen an die Energienetze Anschluss finden.

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aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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