Timmermans, Frans (Franciscus)

[* 6.5.1961] in Maastricht Vizepräsident der EU-Kommission aus den Niederlanden. Studium (Französische Romanistik) in Wien und Nijmegen sowie in Nancy (Politikwissenschaft / Jura).

1987 Diplomatenausbildung. Stationen im Außenministerium (Europa, Entwicklungshilfe) und in Moskau. Dann im Stab des EU-Kommissars für Außenpolitik (ab 1994) und des OSZE-Direktors für nationale Minderheiten (ab 1995). 1998–2007 und 2010–12 Abgeordneter der Sozialdemokraten (PvdA), 2007–10 Staatssekretär für Europapolitik, 2012–14 Außenminister (angesichts Europa-Skepsis Werbung für klarere Arbeitsteilung in EU und ein »schlankes« Europa).

Ab 2014 Erster Vizepräsident der EU-Kommission und Ressortchef für »Bessere Rechtssetzung«, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit und Grundrechte. Prägte Initiativen für Datenschutz sowie Schritte gegen Rechtsstaats-Verletzungen (Ungarn / Polen). 2019 Spitzenkandidat der Mitte-Links-Parteien bei der Europawahl.

Seit 1.12.2019 Exekutiver Vizepräsident der Kommission für den »European Green Deal« und Leiter der gleichnamigen Arbeitsgruppe mit sechs weiteren Kommissaren. Aufgabe: Konzeption der Schritte hin zu einem klimaneutralen Europa durch Koordination aller Akteure, durch Emissionshandel und Schritte gegen weitere Treibhausgas-Emissionen. Verantwortlich für die Vertretung dieser Ziele über Europa hinaus.

Literatur


aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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