Von der Leyen, Ursula

[* 8.10.1958 in Brüssel] EU-Kommissionspräsidentin aus Deutschland. Studium der Volkswirtschaftslehre (Göttingen, Münster, London) und Medizin (Hannover), Dr. med. (1991).

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, 1998–02 an der Medizinischen Hochschule Hannover. Kommunalpolitik für die CDU in Niedersachsen (auch Landesfachausschuss Gesundheit). Ab 2003 Landtagsabgeordnete und Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit in Niedersachsen. Ab 2005 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 2009–19 Bundestagsabgeordnete. Ab 2009 Bundesministerin für Arbeit und Soziales. 2013–19 Bundesverteidigungsministerin. 2010–19 Vize-Vorsitzende der CDU.

Seit 1.12.2019 Präsidentin der EU-Kommission; anders als ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker war sie nicht Spitzenkandidatin der EVP bei der Europawahl gewesen. Ihr zugeordnet sind die Generaldirektionen Generalsekretariat, Kommunikation, Europäisches Zentrum für politische Strategie und der juristische Dienst. Programmatisch stellte sie die Klimapolitik in den Mittelpunkt ihrer Agenda (Ziele: bis 2030 Halbierung der CO2-Emissionen und bis 2050 Klimaneutralität; »European Green Deal«). Weitere Priorisierung der digitalen Transformation, einer stärkeren Präsenz Europas in der Welt, von Initiativen für eine Stärkung der Demokratie in der EU (Ausbalancierung von Rat, Kommission und Parlament) wie auch der prägenden Werte und die Betonung einer »Wirtschaft im Dienst der Menschen«.

Literatur


aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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