Arbeitslosengeld


Arbeitslosengeld I



Wenn jemand seine Arbeit verliert und arbeitslos wird, hat er für eine bestimmte Zeit Anspruch auf Arbeitslosengeld (man sagt dazu auch AGL I). Vorher muss er eine bestimmte Zeitlang gearbeitet haben. Außerdem muss er monatlich von einen gewissen Betrag in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Die Agentur für Arbeit zahlt das Arbeitslosengeld II aus (© AP Photos)

Wie hoch das Arbeitslosengeld ist, hängt davon ab, wie viel der Arbeitslose vorher verdient hat. Und wichtig ist auch, in welcher persönlichen Situation der Arbeitslose lebt.
Zurzeit gelten folgende Regelungen:
Jemand, der zum Beispiel eine Familie zu ernähren hat, bekommt 67 Prozent vom früheren Lohn, Arbeitslose ohne Kinder erhalten 60 Prozent. Das Arbeitslosengeld wird bis zu zwölf Monate lang bezahlt. Die Dauer hängt davon ab, wie lange jemand vorher beschäftigt war. Menschen, die 50 Jahre oder älter sind, erhalten es 15 bis 24 Monate lang.
Wer Arbeitslosengeld bekommt, muss für Arbeitsangebote der Agentur für Arbeit verfügbar sein. Er muss sich auch selbst Mühe geben, eine neue Arbeit zu finden. Bietet die Arbeitsagentur dem Arbeitslosen eine zumutbare Arbeit an, muss der Arbeitslose diese Arbeit annehmen. Weigert er sich, bekommt er weniger Geld. Melden sich die Arbeitslosen bei der Arbeitsagentur nicht in regelmäßigen Abständen, riskieren sie, dass das Arbeitslosengeld gekürzt oder auch nicht mehr gezahlt wird.

Um Arbeitslosengeld zu bekommen, muss man einen Antrag stellen. (© picture-alliance / AP)



Arbeitslosengeld II



Neben dem sogenannten Arbeitslosengeld I gibt es auch das Arbeitslosengeld II (ALG II). Dies ist eine staatliche Leistung, die eine Grundsicherung des Lebensunterhalts sicherstellen soll. Das ALG II können hilfsbedürftige Menschen beantragen, die erwerbsfähig sind, aber keine Arbeit haben. ALG II soll vor allem die Eingliederung in den Arbeitsmarkt fördern.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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