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Attentat


Was bedeutet "Attentat"?



Dieser Begriff stammt von dem lateinischen Wort "attentatum" ab, was "versuchtes Verbrechen" bedeutet. In unserem Sprachgebrauch beinhaltet dieses Wort aber nicht nur ein geplantes oder versuchtes Verbrechen, sondern auch einen ausgeführten Anschlag oder Mord. Hinter einem Attentat steht entweder eine einzelne Person, eine Gruppe oder eine Organisation – zum Beispiel eine Widerstandsgruppe, ein Geheimdienst oder eine terroristische Vereinigung.

Mit einem Mahnmal wird an das Attentat beim Oktoberfest 1980 erinnert. (© picture-alliance / dpa)



Opfer von Attentaten



Opfer der Anschläge sind oft prominente Personen aus der Politik, zum Beispiel Staatsoberhäupter, Regierungsmitglieder, aber auch Sportler und Sportlerinnen, Popstars, Richter, Richterinnen oder wichtige Mitglieder religiöser Organisationen. Inzwischen aber sind auch viele Menschen ganz willkürlich Opfer von Attentaten geworden. Oftmals sind auch Verkehrsmittel wie Flugzeuge oder U-Bahnen oder Gebäude wie Synagogen, Bahnhöfe und Hochhäuser Ziele von Attentätern. Der Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 ist solch ein schreckliches Attentat der Terrorgruppe Al-Qaida gewesen, bei dem weit über 3000 Menschen starben. Danach sind viele weitere Attentate auch in Europa passiert, so 2004 in Madrid und 2005 in London. Am 13. November 2015 sind bei mehreren Terroranschlägen in Paris weit mehr als hundert Menschen getötet und schwer verletzt worden.

Was wollen Attentäter erreichen?



Attentäter haben unterschiedliche Ziele. Sie wollen gewaltsam gesellschaftliche und politische Veränderungen nach ihren eigenen Vorstellungen herbeiführen. Oft wollen die Attentäter auch Angst und Schrecken verbreiten. Insbesondere Attentate, die sich ziellos gegen Menschengruppen richten, wollen Verunsicherung bringen und das Leben in Freiheit und Frieden in Frage stellen. Manchmal wird ein Attentat auch aus religiösen Gründen gegen Menschen begangen, die einen anderen Glauben als die Täter haben.

Brutale Attacken aus dem Hinterhalt



Attentate erfolgen oft unerwartet aus dem Hinterhalt. Die Täter benutzen außer Pistolen und Gewehren oft auch Bomben, die viele Menschen töten. Sogenannte Selbstmordattentäter sprengen sich inmitten ihrer Opfer selbst in die Luft, nehmen so ihren eigenen Tod in Kauf.

Attentate in der Geschichte



Manche Attentate, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, sind bis heute unvergessen.
März 44 vor Christus: Der römische Kaiser Julius Cäsar wird ermordet.
28. Juni 1914: Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau werden in Sarajevo erschossen. Dieses Attentat löste den Ersten Weltkrieg aus.
20. Juli 1944: Anschlag auf Adolf Hitler durch Claus Graf Schenk von Stauffenberg, den Vertreter einer Widerstandsgruppe von Offizieren der deutschen Wehrmacht. Der Diktator überlebte den Anschlag.

Am 22. November 1963 wurde der amerikanische Präsident John F. Kennedy in Dallas erschossen. (© AP Photos)

22. November 1963: John F. Kennedy, damaliger Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wird in Dallas/Texas auf offener Straße erschossen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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