DDR

Staatsgebiet

Auf dieser Deutschlandkarte wird gezeigt, wie die innerdeutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR verlief und beide Länder getrennt hat. (© dpa-infografik GmbH)

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland geteilt. Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die DDR. DDR ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik". Die DDR entstand 1949 aus der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Das war der östliche Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Verwaltung der Sowjetunion stand. Die DDR umfasste das Gebiet der heutigen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.


Diktatur



Auch wenn im Namen des Staates "Demokratie" vorkam, so war die DDR keineswegs eine Demokratie. Die DDR war eine Diktatur. Sie verstand sich als sozialistischer Staat. Sie bezeichnete sich selbst als Arbeiter- und Bauernstaat. Aber die Macht lag weder bei den Arbeitern noch bei den Bauern. Die politische Macht lag alleine bei einer Partei. Dies war die SED (= Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Freie Wahlen und Meinungsfreiheit gab es nicht. Oppositionelle wurden verfolgt. Am 17. Juni 1953 haben viele Arbeiter in einem Aufstand gegen die Verhältnisse in der DDR protestiert. Der Aufstand wurde mit Gewalt niedergeschlagen.

Am 17. Juni 1953 protestierten viele Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen. Die Staatsmacht ging mit Gewalt gegen die Demonstranten vor, der Aufstand wurde niedergeschlagen, es gab Tote und Verletzte. (© Bundesbildstelle)



Berliner Mauer
Weil viele Menschen die DDR in den ersten Jahren ihres Bestehens verlassen haben, um im Westen zu leben, haben die Machthaber in der DDR im August 1961 die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland geschlossen und die Berliner Mauer errichtet.

Wer die DDR verlassen wollte, musste einen Ausreiseantrag stellen. Allerdings war es keineswegs sicher, dass die Ausreise genehmigt wurde. (© picture-alliance / ZB)

Blick von Ost-Berlin auf die Berliner Mauer, 1964 (© picture-alliance / akg-images)




Friedliche Revolution



40 Jahre nach ihrer Gründung ist die DDR zusammengebrochen. Dazu haben viele Bürger der DDR beigetragen, indem sie gegen den Staat demonstriert haben. Sie wollten, dass sich die DDR veränderte. Die Menschen wollten in Freiheit leben. Ihre friedliche Revolution führte zum Ende der DDR und mündete in die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990. Seither ist dieser Tag der deutsche Nationalfeiertag und wird "Tag der Deutschen Einheit" genannt.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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