Denkmal

Erinnerungsorte
Seit langer Zeit ist es eine Tradition, an besondere Personen oder Ereignisse mit einem sichtbaren Zeichen zu erinnern. Dazu werden Denk- und Ehrenmale oder Gedenkstätten geschaffen.


Denkmäler und Ehrenmale



Denkmäler werden aus dauerhaften Materialien wie Stein, Eisen oder Bronze, errichtet. So können sie lange Zeit erhalten bleiben. Eines der bekanntesten Denkmäler ist das Herrmannsdenkmal im Teutoburger Wald. Es soll an die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 nach Christus erinnern. Damals brachten die Stämme der Germanen unter Führung von Arminius (deutsch: Hermann) den römischen Legionen eine entscheidende Niederlage bei. Weltweit zählen die Freiheitsstatue im Hafen von New York und der Arc de Triomphe zu den berühmtesten Denkmälern. Als "Ehrenmal" bezeichnet man ein größeres Denkmal, das an Soldaten erinnert, die in einem Krieg gestorben sind.

Der Triumphbogen in Paris ist ein Denkmal zur Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkrieges. (© Stefan Hebenstreit)



Gedenkstätten und Mahnmale



Gedenkstätten und Mahnmale entstanden erst im 20. Jahrhundert. Sie erinnern an die Opfer grausamer Kriege oder anderer schrecklicher Ereignisse. Die Gedenkstätten in den ehemaligen Vernichtungslagern Auschwitz und Treblinka in Polen oder die Yad Vashem Gedenkstätte in Jerusalem erinnern an die Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs. Das Mahnmal im japanischen Hiroshima steht für die Opfer der Atombombenangriffe durch amerikanische Flugzeuge im August 1945. Die „Neue Wache“ in Berlin ist die zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Sowjetisches Ehrenmal für die sowjetischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gestorben sind. Das Ehrenmal steht in Berlin, Strasse des 17. Juni (© picture-alliance / Eibner-Presse)




zu Ehren bedeutender Persönlichkeiten oder der Gefallenen errichtetes größeres Denkmal.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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