Entwicklungsländer


Armut, Hunger, Kinderarbeit



Nicht allen Menschen auf dieser Welt geht es so gut wie uns. In vielen Ländern außerhalb Europas herrscht große Armut. Familien hungern, Eltern sind arbeitslos, die Kinder haben zum Teil keine Möglichkeit, lesen und schreiben zu lernen. Viele Kinder müssen sogar selbst hart arbeiten, weil ihre Eltern nicht genug für die Familie verdienen. Länder, die so arm sind, bezeichnet man als "Entwicklungsländer". Viele Menschen werden krank, weil sie keine richtigen Wohnungen haben oder verschmutztes Wasser trinken müssen. Sie können nicht vom Arzt behandelt werden, weil es zu wenig Ärzte und Krankenhäuser gibt. Auch der Staat kann nicht helfen, weil er zum Beispiel nicht richtig organisiert ist oder falsch geführt wird. Oder der Staat ist verschuldet. Er muss seine Schulden oft mit hohen Zinsen zurückzahlen und besitzt deswegen nicht genügend Geld, um Krankenhäuser oder Schulen zu bauen.

Problematischer Begriff



Der Begriff "Entwicklungsländer" wird - wie auch der Begriff "Dritte Welt" - auch kritisch gesehen. Kritisiert wird, dass die Industriestaaten als Maßstab für Entwicklung genommen werden. Bei dem Begriff steht die wirtschaftliche Entwicklung im Mittelpunkt. Die kulturelle Entwicklung der Länder aber werde dabei meist übersehen. Außerdem, so die Kritiker/innen, handele es sich bei den sogenannten Entwicklungsländern um eine Gruppe sehr unterschiedlicher Länder, die schwer mit einem Begriff beschrieben werden können. Der Begriff "Entwicklungsland" wird in diesem Lexikon erklärt, weil er in der Politik sehr oft verwendet wird. Wichtig ist aber, sich der Schwierigkeiten eines solchen Begriffs bewusst zu sein.

Die Grafik der Welthungerhilfe e.V. veranschaulicht, wie viele Menschen von Hunger bedroht sind. Aktuell muss immer noch jeder achte Mensch auf der Welt hungern. (© picture alliance /Welthungerhilfe)



Gründe für die Armut



Es gibt viele Gründe dafür, dass diese Länder arm sind.
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