Erziehungsberechtigte


Die Eltern



Normalerweise sind die Eltern die Erziehungsberechtigten ihres Kindes. Sie übernehmen die sogenannte Personensorge für ihr Kind. Das bedeutet, dass sie alle Aufgaben übernehmen, die das Kind selbst nicht erfüllen kann oder darf. Diese elterliche Sorge steht in einer Ehe dem Vater und der Mutter zu gleichen Teilen zu. Es ist die Pflicht der Eltern, dieses Sorgerecht gemeinsam zum Wohle des Kindes auszuüben. Zum Beispiel entscheiden sie, welche weiterführende Schule ihr Kind besucht, wenn es die nötigen Voraussetzungen erbringt. Aber die Eltern können nicht darüber entscheiden, ob ihr Kind überhaupt die Schule besucht. Denn der Schulbesuch ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Ein Känguru trägt ein Kind in seinem Beutel. Die Illustration stellt den Begriff "Erziehungsberechtigte" dar. (© Stefan Eling)



Wenn die Eltern sich nicht nicht mehr gemeinsam kümmern können



Es kann sein, dass die Eltern sich nicht mehr gemeinsam um das Kind kümmern können. Das kann zum Beispiel sein, wenn die Eltern getrennt leben oder geschieden sind. In dem Fall entscheidet das Vormundschafts- oder Familiengericht, wer die Erziehungsberechtigung übernimmt. Wenn das Kind bereits 14 Jahre alt ist, kann es selber entscheiden, ob es bei dem Vater oder der Mutter wohnen möchte. Manchmal aber sind Eltern mit der Sorge für ihr Kind auch überfordert. Auch dann entscheidet ein Gericht, wer sich um das Kind kümmert. Bei allen Entscheidungen des Gerichts geht es immer darum, was für das Kind das Beste ist.
Alle diese Fragen sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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