Fauler Kredit


Geliehenes Geld wird nicht zurückgezahlt



"Fauler Kredit" ist die Bezeichnung für einen Kredit (also geliehenes Geld), den der Empfänger („Kreditnehmer“) nicht wie vereinbart zurückzahlt. Banken leihen normalerweise nur jemandem Geld, von dem sie erwarten, dass er seine Schulden termingerecht zurückzahlt.
Doch manchmal kommt es vor, dass ein Kreditnehmer in finanzielle Not gerät und seine Schulden nicht begleichen kann. Vielleicht hat die Bank die finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers nicht genau geprüft, vielleicht wurde die Bank auch getäuscht. Auf jeden Fall ist der Kredit dann "faul".

Banken geraten in Schwierigkeiten



Wenn eine Bank sehr viele faule Kredite vergeben hat, die nicht zurückgezahlt werden, kann sie selbst in Schwierigkeiten geraten und sogar pleitegehen. Das ausgeliehene Geld fehlt, sie kann ihre Geschäfte vielleicht nicht weiter führen. Auch die Kredite, die die Bank selbst bei anderen Banken aufgenommen hat, kann sie dann nicht zurückzahlen. Auf diese Weise kann das ganze Kreditsystem, das in unserer Wirtschaft sehr wichtig ist, ins Wanken geraten. Ein Grund für die weltweite Finanzkrise 2007-2009 lag darin, dass in Amerika viele Banken ungeprüft Milliardensummen an faulen Krediten vergeben hatten.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln