Finanztransaktionssteuer


Geschäfte an internationalen Finanzbörsen



An den Finanzbörsen der Welt werden täglich Millionen Geschäfte mit Aktien, anderen Wertpapieren, ausländischen Zahlungsmitteln und weiteren Produkten, die mit Geld zu tun haben, getätigt. Durch Kauf und Verkauf und den dadurch entstehenden Schwankungen der Preise für diese Geschäfte können Gewinne oder auch Verluste erzielt werden. Bisher sind diese „Finanztransaktionen“ bis auf einige Ausnahmen steuerfrei.

Manche fordern Steuern auf diese Geschäfte



Die Idee einer „Finanztransaktionssteuer“ ist, jede einzelne dieser Aktionen mit einer Steuer zu belegen, ganz gleichgültig, ob ein Gewinn oder ein Verlust gemacht wird. Dadurch würde sich, so die Hoffnung der Politiker, die Spekulation mit diesen Finanzgeschäften nicht mehr lohnen. Denn solche millionenfachen Finanzaktionen bergen große Gefahren für die einzelne Volkswirtschaften. Diese Risiken sollen mit einer Finanztransaktionssteuer verringert werden. Außerdem wird bei der Einführung der Steuer mit zusätzlichen Einnahmen für die Staatskasse gerechnet.

John Maynard Keynes



Die Idee einer Finanztransaktionssteuer für den Aktienmarkt wurde 1936 zum ersten Mal von dem britischen Wirtschaftswissenschaftler und Politiker John Maynard Keynes (1883-1946) ins Gespräch gebracht. Er wollte schon damals mit dieser Steuer die immer stärker werdende Macht der Spekulanten abschwächen.

John Maynard Keynes, britischer Wirtschaftswissenschaftler (© picture alliance / akg-images)


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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