Fingerabdruck


Fingerabdrücke sind einzigartig



Seit die Wissenschaft entdeckt hat, dass es keine zwei Menschen mit den gleichen Fingerabdrücken gibt, benutzt man Fingerabdrücke, um festzustellen, um welche Person es sich handelt. Bereits unter der Lupe erkennt man an den Fingerkuppen eine Vielzahl winziger Linien und Schleifen. Sie dienen unserem Tastsinn. Berührt man mit seinen Fingern eine glatte Oberfläche, bleibt dort ein feiner Film zurück. Darauf bildet sich dieses Linienmuster ab. Es wurden Verfahren (in der Fachsprache „Daktyloskopie“) entwickelt, um diese Abdrücke zu sichern und mit gespeicherten Abdrücken zu vergleichen. Das geschieht mit Computern in Sekundenbruchteilen. Sollte ein Abdruck bereits vorhanden sein, kann man ihn so zweifelsfrei einer Person zuordnen.

Dies ist eine Demonstrationstafel der Bundespolizei zur Abnahme von Fingerabdrücken. (© picture alliance / dpa)



Reisepass und Personalausweis



Für einen Reisepass werden bei Erwachsene vom Bürgeramt zwei Fingerabdrücke des Antragstellers elektronisch erfasst. Damit sollen die Dokumente besser gegen Fälschungen und Missbrauch gesichert sein. Bei Personalausweisen erfolgt die Aufnahme und Speicherung von Fingerabdrücken freiwillig.

Fingerabdruck für den elektronisch lesbaren Reisepass (© picture alliance / ZB)



Fingerabdrücke von Kindern und Jugendlichen



Bei Kindern unter sechs Jahren werden grundsätzlich keine Fingerabdrücke aufgenommen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen können zur Aufklärung von Straftaten unter bestimmten Voraussetzungen Fingerabdrücke genommen werden. Für Reisepässe werden von Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr keine Fingerabdrücke erfasst.

Fingerabdrücke als "Türöffner"
Fingerabdrücke werden auch als Zugangsöffner zu Internetaccounts, zu besonders geschützten Häusern, Räumen, Tresoren oder Archiven genutzt.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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