Friedliche Revolution


Das Ende der DDR



Unter „Revolution“ versteht man oft ein jähes, meist gewaltsames Aufbegehren von Teilen der Bevölkerung gegen die Staatsmacht. Es gibt jedoch auch Beispiele für eine friedliche Revolution. Davon spricht man zum Beispiel, wenn man an das Ende der DDR denkt. Im Jahr 1989 gingen viele Bürger in Leipzig und anderen Städten der damaligen DDR auf die Straße und demonstrierten. Sie forderten mehr Freiheiten und riefen „Wir sind das Volk“. Das war zwar eine klare Kampfansage an die DDR-Regierung und die Einheitspartei SED, doch die Proteste blieben gewaltfrei. Dieser friedliche Protest der Menschen führte schließlich zum Ende der DDR und dann später zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten.

Lichtfest auf dem Leipziger Augustusplatz im November 2010 zur Erinnerung an die Friedliche Revolution in der DDR 1989 (© picture alliance / ZB)



Stille Revolution



Es gibt auch den Begriff der „stillen Revolution“. Das ist der Kampf für eine tiefgreifende Veränderung der Gesellschaft, der sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Ein Beispiel ist der jahrelange Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen, den viele Frauen und einige Männer in den westlichen Staaten im 20. Jahrhundert geführt haben. Über lange Zeit hinweg gestand man den Frauen nur beschränkte Rechte zu und noch am Beginn des 20. Jahrhunderts war ihnen zum Beispiel in Europa verboten, an Wahlen teilzunehmen. In Deutschland wurde die Gleichberechtigung von Männern und Frauen 1949 im Grundgesetz festgeschrieben.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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