Insolvenz


Schulden können nicht mehr bezahlt werden



Das lateinische Wort „insolvens“ heißt auf Deutsch „nicht-lösend“. Sinngemäß ist damit gemeint, dass man Schuldscheine nicht einlösen kann. Ein Betrieb, der keine Schuldscheine mehr einlösen kann, hat nicht mehr genug Geld zum Wirtschaften. Er ist nicht mehr in der Lage, ausstehende Rechnungen zu bezahlen. Er ist insolvent. Der Betrieb hat dann auch nicht mehr die Möglichkeit, bei der Bank Kredit zu bekommen, und auch andere Geldquellen stehen nicht mehr zur Verfügung.

Wie es weitergeht: Insolvenzverfahren



Ein Betrieb, der kein Geld mehr hat, kann bei einer Behörde Insolvenz anmelden. Dann wird in einem geregelten Verfahren versucht, dass die Gläubiger des Betriebes wenigstens einen Teil ihres geliehenen Geldes zurückbekommen. Dazu stellt der Insolvenzverwalter einen Plan auf. Darin wird aufgelistet, welche Vermögenswerte noch vorhanden sind. Das können Maschinen sein, Anlagen, Grundbesitz und so weiter. Diese Vermögenswerte nennt man "Insolvenzmasse". Sie können zur Rückzahlung der Schulden herangezogen werden. Im besten Falle kann das Insolvenzverfahren die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens wieder herstellen und die Produktion kann dann bald wieder normal weiterlaufen. Es kann auch sein, dass nach einem geordneten Insolvenzverfahren der Schuldner von den Restschulden befreit wird und ein Neuanfang möglich ist.
Insolvenzrecht
Wie das Insolvenzverfahren abläuft, regelt das Insolvenzrecht. Wer gegenüber seinen Gläubigern verschleiert, dass er seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, kann bestraft werden.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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