Internationaler Gerichtshof


Teil der Vereinten Nationen



Der Internationale Gerichtshof ist ein Teil der Vereinten Nationen und hat seinen Sitz in Den Haag, Niederlande. Er wurde 1946 gegründet. Er besteht aus 15 Richtern und Richterinnen, die für neun Jahre gewählt werden. Die Richter und Richterinnen stammen aus 15 Ländern, die sich in ihren Gesetzen, ihrer Religion und Kultur unterscheiden. Somit sind am Gerichtshof die wichtigsten Gesetzes- und Rechtskulturen vertreten.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (© picture-alliance/ dpa/dpaweb)



Aufgaben



Der Internationale Gerichtshof hat verschiedene Aufgaben. Er kann zum Beispiel Streitigkeiten zwischen Staaten schlichten. Allerdings geht das nur dann, wenn die beteiligten Staaten den Gerichtshof dazu auffordern. Eine andere wichtige Aufgabe besteht darin, für die Vereinten Nationen zu prüfen, ob in einem bestimmten Krieg Kriegsverbrechen begangen wurden. Dazu können Internationale Strafgerichtshöfe eingerichtet werden. Dort finden die Verhandlungen gegen die Angeklagten statt. Ein Internationaler Strafgerichtshof wurde beispielsweise eingerichtet, um Verantwortliche des Balkankrieges in den 1990er Jahren anklagen und bestrafen zu können.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln