Jugendschutz

Sorge für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche haben noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt, um jede Bedrohung und Gefahr zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Die Erziehungsberechtigten, das sind zumeist die Eltern, müssen dafür sorgen, dass ihren Kindern kein Unrecht geschieht, und dass ihnen kein Schaden zugefügt wird. Und auch der Staat sorgt durch Maßnahmen des Jugendschutzes dafür, dass Kinder und Jugendliche geschützt werden.


Kinder und Jugendliche schützen



Das oberste Ziel des Jugendschutzes ist, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche sich gut entwickeln können und in ihrer Entwicklung nicht gefährdet werden. Was allerdings eine gute Entwicklung bedroht und was den Kindern und Jugendlichen schadet, soll verhindert werden. Dazu gibt es eine Reihe von Gesetzen. Das bekannteste Gesetz zum Schutz vor Gefahren ist das Jugendschutzgesetz, das viele Vorschriften umfasst. So ist es beispielsweise verboten, Tabak und Alkohol an Jugendliche zu verkaufen. Jugendliche dürfen auch keine Spielhallen besuchen. Erwachsene, die gegen diese Vorschriften verstoßen, können bestraft werden. Jugendliche, die ein Unrecht getan haben, sind durch Gesetzt davor geschützt, wie Erwachsene bestraft zu werden. Auch die Jugendämter handeln im Sinne des Jugendschutzes, wenn sie zum Beispiel für Kinder, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können, Pflegefamilien finden.

Strikte Regeln für den Alkoholausschank im Interesse des Jugendschutzes (© picture alliance/dpa)




Blick in die Geschichte



Der Gedanke, dass der Staat Jugendliche besonders schützen muss, entstand vor fast 200 Jahren zu Beginn des industriellen Zeitalters. Damals mussten viele Kinder und Jugendliche in Fabriken hart arbeiten. Sie erlitten oftmals Schäden in ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung. So entstand die Idee, die Jugend vor diesen Gefahren besonders zu schützen und es wurden die ersten Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes erlassen.

Eine Übersicht über Regelungen, was bei Jobs für Kinder und Jugendliche beachtet werden muss, findet ihr hier.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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