Nachhaltigkeit


Ursprüngliche Bedeutung



Der Begriff "Nachhaltigkeit" stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft der Frühen Neuzeit. Zum ersten Mal verwendet wurde er in einem Buch des Forstexperten Hans Carl von Carlowitz im frühen 18. Jahrhundert. Nachhaltigkeit bedeutet, dass man nicht mehr ernten soll, als in der Natur nachwachsen kann. Am Mittelmeer zum Beispiel sind ganze Regionen ohne Wald, weil man in den letzten 2000 Jahren das Holz zum Schiffsbau und zum Heizen völlig verbraucht hat. Der Regen hat dann den ungeschützten Waldboden weggeschwemmt und nur noch Felsen hinterlassen, auf denen man nichts mehr anpflanzen kann.

Rücksicht auf die nächsten Generationen



Heutzutage versteht man unter Nachhaltigkeit, dass auf die nachfolgenden Generationen, also auf unsere Nachkommen, mehr Rücksicht genommen wird. Auch sie brauchen Rohstoffe und Bodenschätze wie zum Beispiel Holz, Wasser, Erdöl oder Kohle. Es gilt also immer noch der Leitsatz, dass wir nicht mehr von den Vorräten der Erde verbrauchen dürfen, als nachwachsen kann. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass unsere Umwelt nicht durch Fabrikabgase, Schmutzwasser oder Gifte geschädigt wird. Und wir müssen uns darum kümmern, dass sich auch unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft stabil und nachhaltig entwickeln.

Abgeholzte Flächen im Naturpark Apuseni in Rumänien (© picture alliance / dpa)


Engagement weltweit
Politikerinnen und Politiker aus der ganzen Welt beraten regelmäßig, wie man die Natur am besten schützen kann. Auch große und kleine Organisationen auf dem gesamten Globus engagieren sich für eine nachhaltige Entwicklung in der Welt. Jeder und jede von uns ist zum Mittun aufgerufen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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