Nichtangriffspakt


Begriffserklärung



Der Begriff "Pakt" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Vertrag" oder "Bündnis". In einem Nichtangriffspakt verpflichten sich zwei oder mehrere Staaten, ihre Streitfragen ohne die Anwendung von Waffengewalt auszutragen. Außerdem wird in einem solchen Vertrag festgelegt: Wenn ein Vertragspartner Streit mit einem anderen Staat hat, der nicht dem Nichtangriffspakt angeschlossen ist, müssen sich alle Staaten, die zum Nichtangriffsbündnis gehören, neutral verhalten. Sie dürfen sich also nicht in den Konflikt einmischen.

Illustration: Nichtangriffspakt. Man sieht eine verkorkte Kanone. (© Stefan Eling)




Blick in die Geschichte



Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Reihe von Nichtangriffspakten abgeschlossen. Der bekannteste war der sogenannte Hitler-Stalin-Pakt. Er wurde während der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen der Sowjetunion und Deutschland 1939 geschlossen. Aber dieser Pakt war ein Täuschungsmanöver. Hitler hatte nämlich nie vorgehabt, sich an den Nichtangriffspakt zu halten. Kurz nach dem Abschluss dieses Paktes hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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