Plenarsaal

Jedes Jahr sind am Volkstrauertag nicht nur die Abgeordneten, sondern auch Gäste in den Plenarsaal eingeladen. Sie kommen zu einer Gedenkstunde für die Opfer der Weltkriege zusammen. (© picture-alliance / dpa)

Das Wort „Plenar“ leitet sich ab von dem lateinischen Begriff „plenum“, das „voll“ bedeutet. Mit „Plenum“ bezeichnet man auch eine „Vollversammlung“, also das Zusammenkommen von vielen Menschen. Meistens denkt man dabei an eine Versammlung von Politikerinnen und Politikern.
Wenn man von einem Plenarsaal spricht, meint man damit meistens den Raum, in dem das Parlament zusammenkommt, zum Beispiel der Deutsche Bundestag in Berlin oder die Parlamente der deutschen Bundesländer. Der Plenarsaal ist meist der zentrale Raum in einem Parlamentsgebäude. Jeder gewählte Abgeordnete hat im Plenarsaal seinen eigenen Sitz. Im Berliner Reichstagsgebäude sitzen die Abgeordneten des Bundestages in einem ansteigenden Halbrund gegenüber der Regierungsbank und dem Bundestagspräsidium. Zwischen der Regierungsbank und den Sitzen der Abgeordneten steht das Rednerpult. Für die Zuschauer sind Tribünen eingerichtet. Von dort können sie die Debatten, Abstimmungen und die Verabschiedung von Gesetzen durch die Volksvertreter unmittelbar miterleben.
Als "Plenarsitzung" spricht man, wenn sämtliche Abgeordnete, die im Parlament vertreten sind, im Plenarsaal zusammenkommen zu einer Sitzung.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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