Protektionismus

Dieses Wort hat lateinische Wurzeln. Man könnte es mit “Schutz“ übersetzen. Häufig wird der Begriff im Handel und in der Wirtschaft verwendet. Protektionismus ist es, wenn ein Staat versucht, die Warenproduktion im eigenen Land vor zuviel Waren aus dem Ausland (Fleisch, Wein, Autos und anderes) zu schützen.
Der Staat kann die Einfuhr von ausländischen Waren durch Schutzzölle erschweren. Dann müssen bei der Einfuhr einer Ware aus dem Ausland Zölle, also Geld, gezahlt werden. Das macht diese Waren dann teurer. Protektionistisch handelt ein Staat auch, wenn die Menge der Waren, die eingeführt werden dürfen, begrenzt wird.
Es gibt verschiedene Gründe für Protektionismus. Ein Grund ist, dass die Wirtschaft im eigenen Land vor billiger Konkurrenz aus dem Ausland geschützt werden soll. Ein anderer kann sein, dass man der eigenen Industrie die Möglichkeit erhalten möchte, bestimmte technische Entwicklungen voranzutreiben, bevor hochentwickelte Produkte aus dem Ausland den Markt erobern.
Protektionistische Maßnahmen werden von Fachleuten unterschiedlich bewertet. Manche betonen, dass wirtschaftlich schwächere Länder darunter unverhältnismäßig leiden, weil sie vom Export ihrer Waren abhängig sind. Andere betonen, dass in der globalisierten Welt solche Maßnahmen fortschrittliche Entwicklungen behindern.
Der Protektionismus, diese staatlichen Maßnahmen zum Schutz inländischer Erzeugnisse, steht im Gegensatz zum Freihandel.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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