Realpolitik

Dieser Begriff entstand im 19. Jahrhundert, als es den europäischen Staaten vorrangig um die Durchsetzung machtpolitischer Interessen ging. In der Realpolitik sollte sich das politische Handeln vor allem an den gegebenen Fakten ausrichten. Dabei kam es weniger darauf an, bestimmten theoretischen Ideen, Werten oder abstrakten Programmen zu folgen, sondern zu fragen, was ist möglich und was nicht. Im Vordergrund stand die Erreichung eines Zieles und nicht eine Idee. Die Begriffe „Reapolitik“ und „Realpolitiker“ werden bis heute in der politischen Sprache benutzt.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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