Rote Liste gefährdeter Arten

Der Große Feuerfalter steht auf der Liste der bedrohten Arten (© picture alliance / dpa)

So wird eine Zusammenstellung der Weltnaturschutzorganisation über weltweit gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen genannt. Sie wurde zum ersten Mal 1962 veröffentlicht. Jeder kann die Liste im Internet ansehen. Über 30 Prozent aller heute lebenden Säugetiere sind vom Aussterben bedroht. Dazu gehören zum Beispiel Luchse, Tiger,

Der Rotkehl-Brilliantkolibri steht auf der Liste der bedrohten Arten, die die Weltnaturschutzunion 2012 veröffentlicht hat. (© picture alliance / dpa)

Eisbären oder Elefanten. Auch die zum „Vogel des Jahres 2012“ gewählte Bekassine ist stark bedroht. Pflanzen wie Pilze, Heilkräuter, Anemonen und Vergissmeinnicht sind neben vielen anderen auf der Liste zu finden. Auch wichtige Grundlagen unserer Ernährung wie wilde Sorten von Reis oder Getreide sind aktuell vom Aussterben gefährdet. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Waldrodungen, Klimawandel und eine stärkere Ausdehnung von Städten und Wirtschaftsgebieten sind oft die Ursache. Die Liste wird von vielen tausend Wissenschaftlern immer wieder

Auch sie steht auf der Roten Liste: die Seychellen-Riesenschildkroete (© picture alliance/Chris Wallberg)

auf den neuesten Stand gebracht.
In Deutschland heißt das Verzeichnis „Rote Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in der Bundesrepublik Deutschland“. Sie gibt es seit 1977. Auch für die einzelnen Bundesländer gibt es Listen, in denen je nach der Region und der Entwicklung dort besonders gefährdete Tiere und Pflanzen aufgeführt sind.
In der Schweiz gibt es seit mehr als 20 Jahren neben den Roten Listen auch eine Blaue Liste. Dort stehen Tiere und Pflanzen, die man erfolgreich schützen und fürs erste von der Roten Liste bedrohter Arten streichen konnte. Damit soll gezeigt werden, dass Naturschutz erfolgreich sein kann.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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