Staatsquote

Der Staat hat, wie jeder Privathaushalt, eine Menge Ausgaben. Der Staat bezahlt zum Beispiel den Straßenbau, die Verwaltungsbeamten, Arbeitslosen- und Kindergeld und vieles mehr. In jedem Jahr betragen diese Staatsausgaben viele Milliarden Euro. Aber der Staat hat auch Einnahmen. Die Bürger verdienen Geld, sie stellen Güter her oder erbringen Dienstleistungen. Alles das hat einen bestimmten Wert. Zusammengenommen ist es das sogenannte Bruttoinlandsprodukt eines Staates. Die Staatsquote (man sagt auch „Staatsausgabenquote“) ist das Verhältnis zwischen dem Geld, das der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben ausgibt, und dem, was seine Bürger erwirtschaften, also dem Bruttoinlandsprodukt. Dieses Verhältnis wird in Prozent gemessen. Ein Beispiel: Nehmen wir an, das Bruttoinlandsprodukt beträgt in einem Jahr zwei Milliarden Euro und die Staatsausgaben liegen bei einer Milliarde Euro, also der Hälfte. Dann beträgt die Staatsquote genau 50 Prozent.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln